Sonnenschutz für die Fenster von morgen – Worauf es bei Planung und Produktauswahl künftig ankommt
Für Architekten wird Sonnenschutz zum zentralen Baustein zukunftsfähiger Gebäude. Warema unterstützt die Planung klimaresilienter Gebäudehüllen mit Sonnenschutzsystemen, die sommerlichen Wärmeschutz, Komfort, Energieeffizienz und Gestaltung verbinden.
Besonders deutlich wird die Bedeutung eines abgestimmten Sonnenschutzes beim Schutz vor Überhitzung. Untersuchungen des Ingenieurbüros Prof. Dr. Hauser (IBH) für die Repräsentanz Transparente Gebäudehülle (RTG) belegen das Potenzial außenliegender Systeme mit Automation. In der Studie IBH 4* wurden für einen Testraum mit ca. 45 m² Grundfläche und südorientierter Fensterfläche von ca. 36 % deutliche Unterschiede nachgewiesen: Ohne Sonnenschutz treten im Jahresverlauf 2.781 Stunden mit Innenraumtemperaturen über 26 °C auf. Bei herkömmlicher Bedienung sinkt dieser Wert auf 512 Stunden, bei frühzeitiger Sonnenschutz-Aktivierung über Automation auf 212 Stunden. In Kombination mit Nachtlüftung verbleiben nur noch 39 Stunden über 26 °C.
Sonnenschutz und Fenster als System denken
Für die Planung bedeutet das, Fenster und Sonnenschutz konsequent als System zu betrachten. Verglasung und Sonnenschutz bestimmen gemeinsam den totalen Gesamtenergiedurchlassgrad (gtot). Die abgestimmte Auslegung begrenzt solare Einträge in der Kühlperiode und nutzt sie in der Heizperiode gezielt. Zusätzlich kann Sonnenschutz als temporärer Wärmeschutz wirken: In Winternächten lassen sich Energieverluste über Bestandsfenster durch geschlossene Rollläden um bis zu 37 % reduzieren. Selbst bei modernen 3-fach-Verglasungen sind noch Einsparungen um bis zu 16 % möglich. Grundlage der Berechnung ist hier der zusätzliche thermische Widerstand eines Rollladens in Kombination mit einer 3-fach-Wärmeschutzverglasung mit einem Uw-Wert von 0,86 W/(m²K).
Bei der Wahl des Sonnenschutzes kommt auf die architektonischen, energetischen und funktionalen Anforderungen an: Warema Raffstoren ermöglichen mit verstellbaren Lamellen die Steuerung von Tageslicht, Blend- und Sichtschutz sowie Durchsicht. Bei Fenster-Markisen sind die Eigenschaften durch die Wahl des Tuches festgelegt; der Anwendungsfall sollte frühzeitig definiert werden. Rollläden bieten sommerlichen und winterlichen Wärmeschutz. Je nach Raum können sich auch Kombinationen anbieten.
Sonnenschutz für immer extremere Wetterlagen
Die Anforderungen gehen heute deutlich über den sommerlichen Wärmeschutz hinaus. Heißere Sommer am Tag und in der Nacht, längere Warmwetterperioden sowie zunehmende Windlasten und Starkregen erhöhen Ansprüche an Funktionalität, Stabilität, Schlagregendichtheit, Zuverlässigkeit und Lebensdauer der Systeme. Nicht zuletzt rücken Outdoor-Lösungen und zuverlässiger Insekten- und Pollenschutz stärker in den Fokus.
Für die Planung und Ausführung müssen Materialwahl und Konstruktion an veränderte klimatische Bedingungen angepasst werden. Zu berücksichtigen sind Materialstress durch Hitze, die Wahl zwischen Kunststoff und Aluminium sowie das Verhalten der Materialien unter extremen Bedingungen. Intensive UV-Strahlung erfordert neue Qualitätsstandards bei der Oberflächenbeschichtung; je nach Anwendung auch hochwetterfeste Beschichtungen. Vor diesem Hintergrund spielt energetische Sanierung eine zentrale Rolle, um die Klimaziele im Bestand zu erreichen und bestehende Gebäude gezielt an veränderten Anforderungen anzupassen.
Flexible Systemlösungen für die Sanierung
Für die praktische Umsetzung energetischer Sanierungen bietet Warema zukunftsgerechte Systemlösungen, die Sonnenschutz als funktionalen Bestandteil der Gebäudehülle berücksichtigen und auf veränderte klimatische Bedingungen abgestimmt sind. Im Fokus stehen flexible Systeme für unterschiedliche bauliche Gegebenheiten mit hohem Vormontagegrad und einfacher Montage. Dazu zählen Vorbau- und Schachtlösungen für Raffstoren und Rollläden sowie Fenster-Markisen.
Modulare Funktionspakete ergänzen das Portfolio und bieten Nutzern zusätzlich Komfort, Sicherheit und Energieeffizienz. So beispielsweise das Warema SecuKit: Die manuelle Zusatzbedienung gibt bei Stromausfall oder im Notfall schnell und zuverlässig Flucht- und Rettungswege frei. Das SolarKit ermöglicht die energieautarke Nachrüstung über ein integriertes Solarpanel. Gestaltungsfreiheit und geprüfte Sicherheit an bodentiefen Fenstern vereint die Absturzsicherung VisioNeo Sun. Hinzu kommen Insektenschutzlösungen, zur Integration zwischen Fenster und Sonnenschutz.
Entscheidend für die tatsächliche Performance ist wie eingangs nachgewiesen die Automation. Intelligente Steuerungen von Warema passen Sonnenschutzsysteme an Sonne, Temperatur, Wind und Nutzung an, schützen die Anlagen und unterstützen ein effizientes Energiemanagement im Gebäude. Präsenzmelder sowie die Einbindung von Arbeits-, Sonn- und Feiertagen oder Urlaubszeiten ermöglichen eine bedarfsgerechte Steuerung.
Weitere Informationen finden Sie direkt bei Warema
* Studie zur integralen Bewertung des sommerlichen Wärmeverhaltens (erstellt durch Ingenieurbüro Prof. Dr. Hauser GmbH im Auftrag der Repräsentanz Transparente Gebäudehülle GbR)
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