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[ Leseraufruf ]

Architektur, Stadt und Arbeit: Was sind Ihre Ideale?

Das ideale Haus, die ideale Stadt, der ideale Arbeitsplatz: Ihre Ideen und Ideale warten auf eine Veröffentlichung im DAB

Modulor von Le Corbusier
Mit seinem Modulor hat Le Corbusier, die für ihn idealen Abmessungen von Räumen definiert. Foto: Fondation Le Corbusier, ADAGP

Gibt es das ideale Haus? Wo steht es? Oder die ideale Stadt? Ist die gemischte und dichte europäische Stadt tatsächlich ideal, oder ist es die funktional getrennte, weil pandemieresistentere?

Was sind Ihre architektonischen Ideale – und haben Sie sie schon einmal verraten?

Was würden Sie idealerweise gerne einmal bauen?
Wie stellen Sie sich die ideale Schule vor?
Wie funktioniert die ideale Konstruktion?

Was ist ideale Architektur?

Was wäre für Sie der ideale Arbeitsort? Was die idealen Arbeitsbedingungen?
Ist Architektur die ideale Kapitalanlage?
Gibt es den idealen Bauherrn? Oder gar die idealen Architekten?

ACHTUNG: Dieser Aufruf ist inzwischen beendet. Die besten Beiträge werden in Heft 10 veröffentlicht. Die Redaktion behält sich sinnwahrende Kürzungen oder eine Bearbeitung der Einsendungen vor.

Idealstadt Palmanova
Die Idealstadt Palmanova nach Georg Braun und Frans-Hogenberg, um1600 (Foto:Wikipedia)

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8 Gedanken zu „Architektur, Stadt und Arbeit: Was sind Ihre Ideale?

  1. Die ideale Form des Bauens entspringt, in meinem Denken, der jeweils einzigartigen Abstimmung jeweils einzigartiger Beteiligter zu einem jeweils einzigartigen Projekt.
    Der Glaube, es könnte darüber hinaus allgemeingültige Ideale für konkrete Formen oder Verfahren geben, hat zu den Diktaturen und Katastrophen der 20. Jahrhunderts geführt – und wohl auch zu den soziopathischen Autokraten des bisherigen 21. Jahrhunderts.

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  2. Das ideale(!) Haus braucht niemand. Doch! – Im Kopf ist es ideal aufgehoben. Hauptsache, es wird nicht gebaut, weil es nicht gebraucht wird. Ansonsten: Es besteht (vergeht…!) i.W. aus Naturwerkstein, Schotter/Kies/Sand, Stroh u.ä. (Flachsfasern usw., Getreidespelzen), Lehm, gebranntem Ton (fürs Dach), aus ein paar Eisennägeln evtl., aus Holz in Balken-/Lattenform und als Astruten…. ach ja… PVC-Fenster und pvc-isolierte Kupferkabel und Glasfaserkabel fehlen noch. Idealerweise alles mit Eigenleistung und Nachbarschaftshilfe, ohne Bankkredit. Aber mit Architekt…………so, das ist es: Idealerweise mit Architekt, der kein Spinner ist und deshalb kein „ideales Haus“ anstrebt! – Modulor, du kannst mich mal! „Schön“ geht auch ohne Herrn C., mit und genauso ohne Adolf Loos. Die beste Basis für „ideal“ ist doch immer noch eine anständige Vergütung, oder?

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  3. Modulare Architektur mit einer maximalen Flexibilität und Mobilität nach Bedarf, vergrößerbar bzw. verkleinerbar je nach Lebenssituation und Anspruch des Bauherrn. Von einem Mini Tiny Haus bis zu einem Loft Haus in Bestandsflächen und deren Umnutzung. Sowie Neunutzung brach liegender Denkmalschutz Häuser, die keiner sich traut zu kaufen und sie nach den Denkmalschutz Vorgaben wieder bewohnbar zu machen.

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  4. Das ideale Haus passt zu seiner Umgebung und kommt nicht „von der Stange“. Sollte für einen Normalverdiener mit 35 Jahren bis zur Rente bezahlbar sein. Leider gibt es kaum noch gewachsene Ortsteile, in denen so etwas möglich ist.

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  5. Neben der Beachtung der Proportionen und der heiligen Geometrie habe ich für mich ein Modular auf 11 cm entwickelt, mit dem die Maßstäblichkeit und Wohlprortioniertheit der Räume gut realisierbar ist.
    Da das Mauerwerksmaß 12,5 cm nur noch bei Sichtmauerwerk mit Standardformaten relevant ist, bieten sich die 11 cm bei vielen Bauteilen an. Eine tragende Kalksandsteinmauer mit Putz hat 22 cm, eine Trockenbauwand mit Dünnschichtputz hat 11 cm, Türen sind 99 bzw. 88 cm breit, Raummaße von 3.30 x 5.5o m sind klasse und die Liste ließe sich fortsetzen.

    Der Schwerpunkt für uns Architekten liegt nicht in der Suche nach dem Ideal, sondern in der Realisierung einer für den Kunden optimalen Lösung einer Gestaltungs- bzw. Bauaufgabe. Angesichts der Klimakrise, der Baustoffkrise und der Endlichkeit unserer Resourcen müssen wir aufhören auf der Wiese neu zu bauen und stattdessen den Bestand ertüchtigen, gestalten, ergänzen und die brachgefallenen Flächen nutzen.

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  6. Idealismus ist das maximal mögliche an subjektiv, angenehmen Lösungen. Doch die Not macht erfinderisch und so muss man überlegen welche Ideale eine Last sind um sie von Bord zu werfen.
    Mein Ideal ist freier Zugang zur Bildung für jeden. Leider sieht die Realität anders aus!
    So haben wir Menschen gelernt mit Kompromissen zu leben und in Schubladen zu denken.
    Was uns antreibt ist die Not erfinderisch zu werden!

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  7. Viele leben im Wohlstand und Überfluss, alles ist scheinbar möglich. Weltweit sind unsere Ressourcen begrenzt und es besteht eine schreiende, unverantwortliche Verteilungsungerechtigkeit. „Wie ihr es immer dreht, und wie ihr’s immer schiebt, Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral.“ (Bertolt Brecht, Ballade über die Frage „Wovon lebt der Mensch“)

    Umso wichtiger sind Ideale in einer von Beliebigkeit und von Kostenoptimierung dominierten, gebauten Umwelt, um unseren Blick zu weiten, wechselnde Perspektiven einzunehmen und unsere Zukunft nicht leichtfertig auf Kosten nachfolgender Generationen zu belasten. Planung ist wertvoll!

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