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Mehr als schöne Fassaden: Was der Brillux Design Award morgen auszeichnet

Mit dem Brillux Design Award 2027 werden erneut Projekte gesucht, die mehr bieten als nur gelungene Farbkonzepte oder handwerklich präzise Oberflächen. Der Wettbewerb zeichnet Arbeiten aus, die gestalterische Qualität mit überzeugenden Antworten auf aktuelle Bauaufgaben verbinden. 

DAB Redaktion
20.07.2026 2min
Awards Bundesweit
Modernes Geschäftsgebäude mit markanter, geometrisch bunt gestalteter Fassade und darüberliegenden Wohnbereichen mit farbigen Fassadenelementen
Stationsplein, Nijmegen (NL); snarq GmbH – Beratende Architekten und Ingenieure, Halle; Brillux Design Award 2025
© Brillux

Ein Blick auf die zuletzt ausgezeichneten Arbeiten zeigt, welche Themen dabei im Fokus stehen. Sie reichen vom sensiblen Weiterbauen im Bestand und der Umnutzung bestehender Gebäude bis hin zu innovativen Innenraumkonzepten und experimentellen Materialanwendungen. Ausgezeichnet wurden ebenso Projekte mit sozialem Anspruch wie Arbeiten, die Fragen der Energieeffizienz, Identität oder Quartiersentwicklung aufgreifen.

Informationen zum Brillux Design Award 2027

Mit dem Brillux Design Award 2027 werden erneut herausragende Fassaden- und Innenraumprojekte gesucht.

Was: Brillux Design Award 2027 – Wettbewerb für Fassaden- und Innenraumprojekte
Bewertungskriterium: Verbindung von gestalterischer Qualität und überzeugender Antwort auf konkrete Bauaufgaben
Wer teilnehmen kann: Architekturbüros, Innenarchitekt:innen, Handwerksbetriebe, Bauherrschaften
Zeitraum realisierter Projekte: Januar 2025 bis Dezember 2026
Einreichfrist: 31. Dezember 2026

Weitere Informationen: www.brillux.de

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Modernes dreigeschossiges Wohnhaus mit heller Fassade, großen bodentiefen Fenstern und Holzterrasse, umgeben von Garten, Bäumen und historischen Backsteinmauern
Wohnhaus in Düsseldorf; Buddenberg Tauchmann Architekten, Düsseldorf; Jurybegründung: „Ein ungewöhnlicher Neubauentwurf im heterogenen Umfeld Düsseldorfs überzeugt hier auf kleinem Grundstück mit wenigen konsequenten Maßnahmen und zeitloser Architektur. […] Die Ausführung in Farben und Oberflächen ist poetisch, in Ausdruck und Farbigkeit bewusst zurückhaltend, aber dafür umso schlüssiger.“
© Brillux
Perspektivische Straßenansicht eines modernen Gebäudekomplexes mit farbigen Fassadenelementen und großflächig gestalteter Sockelzone
Stationsplein, Nijmegen (NL); snarq GmbH – Beratende Architekten und Ingenieure, Halle; Jurybegründung: „Bei dem Gebäude handelt es sich um das 2014 als neue Heimat für den legendären 1968er-Liveclub ‚Dornroosje‘ gebaute, mehrstöckige Gebäude am Bahnhof von Nijmegen. Im Erdgeschoss befindet sich ein großer Fahrradkeller, in den ersten drei Stockwerken der Liveclub, und das restliche Gebäude wird als Studentenwohnheim benutzt. […] Durch die neue, harmonisch bunte, Toleranz und Freiheit unterstreichende Farbgestaltung der unteren Geschosse fügt sich das Gebäude wesentlich besser mit den oberen, bereits farbig gestalteten Stockwerken zusammen.“
© Brillux
Sanierte historische Hausfassade mit heller Putzoberfläche, roten Fensterläden und farblich abgesetztem Toranbau
Thürwachterhaus, Ingolstadt; Büro Mühlbauer, Ingolstadt; Jurybegründung: „Die Sanierung eines in die Jahre gekommenen Gebäudes bringt zahlreiche Herausforderungen mit sich. […] Diese Arbeit ist ein Vorbild für den sensiblen, zeitgemäßen Umgang mit historischer Bausubstanz – getragen von der gelungenen Zusammenarbeit zwischen Eigentümer, Planer und Handwerk. Mit Gespür und Mut ist hier etwas Besonderes entstanden.“
© Brillux
Innenraum mit Sitzgelegenheiten, Teppichen und einer wandfüllenden Regalinstallation aus gestapelten Holzkisten
Villa Viva, urban future, Hamburg; me di um architekten, Hamburg; Jurybegründung: „Die ‚Villa Viva‘ ist nicht einfach nur ein neues Hotel für Hamburg mit einer Rooftop-Bar und zweifelsfrei sehr coolem Design. […] Der Neubau mit diesen starken sozialen und ökologischen Zielen trägt auch aktiv zur Entwicklung des ganzen Quartiers rund um das Münzviertel in Hamburg bei – eine absolute Bereicherung für die Stadt!“
© Brillux
Modern gestalteter Arbeits- und Empfangsbereich mit organisch geformtem Tisch, runden Regalen und dekorativen Holzelementen
Blatt&Blüte, Brixen (IT); studiooberhauser, Bozen; Jurybegründung: „In der Boutique ‚Blatt&Blüte‘ verschmelzen Innovation, Materialforschung und Handwerkskunst zu einem räumlichen Rahmen, der den floralen Arrangements eine ganz besondere und einzigartige Bühne bietet. […] Dieses Projekt lebt nicht nur von einer starken gestalterischen Haltung, sondern beschreibt einen visionären Schritt in die Zukunft des Bauens – experimentell, präzise im Detail und zutiefst atmosphärisch.“
© Brillux

Nicht die Handschrift zählt, sondern die Haltung

Bemerkenswert ist dabei die große Bandbreite der Lösungen. So steht ein denkmalgerecht weiterentwickeltes Altstadthaus neben einem Mehrgenerationenhaus, das aus einem ehemaligen Gemeindehaus hervorgegangen ist. Ein Hotelprojekt verbindet Gestaltung mit sozialem Engagement, während eine Blumenboutique mit 3D-gedrucktem Beton neue Wege in Materialität und Konstruktion beschreitet. Andere Projekte zeigen, wie Farbe und Gestaltung öffentliche Gebäude neu im Stadtraum verankern können. Ihnen ist weniger eine bestimmte Architektursprache gemeinsam als eine Haltung: Sie reagieren auf konkrete Herausforderungen und entwickeln daraus eigenständige Antworten. Genau darin liegt der besondere Reiz des Wettbewerbs. Im Mittelpunkt stehen nicht Einzelgewerke oder gestalterische Details, sondern die Zusammenarbeit von Bauherrschaft, Planung und Handwerk.

DAB Redaktion

Person mit lockigem Haar hält ein großes Blatt mit technischen Zeichnungen oder Plänen vor sich.
Mann in blauem Hemd hält zwei Papprollen und steht in einem Büro mit Computer und Kleidung im Hintergrund.
Person mit weißem Schutzhelm und orangefarbener Warnweste hält ein Tablet in einer Baustellenumgebung mit Gerüst im Hintergrund.

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