Zukunftskongress zeigt: Planen und Bauen braucht Haltung
Wie lässt sich zukunftssicher planen und bauen? Wie gelingt die Bauwende? Und wie verändert sich das Berufsbild der Architektenschaft ? Die Zusammenkunft zum 75. Jubiläum der Architektenkammer Rheinland-Pfalz gab Antworten.
„Planen und Gestalten richtet sich immer auf ein Morgen“, begrüßte Kammerpräsident Joachim Rind 350 Gäste in der Halle 45 in Mainz. Die Industrielocation hatte sich in einen vielseitigen Veranstaltungsort verwandelt mit Plenum, Workshops, Ausstellung und Instaspot – ein analoger Arbeitsplatz mit Reißbrett, Plänen und Schreibmaschine. Auf der prominent platzierten SuffizienzCouch lud Aline Braun (SWR) verschiedene Interviewpartner zum Streitgespräch „Bauturbo“ versus „Genug gebaut“. Und beim „Markt der (digitalen) Möglichkeiten“ stellten sich Hochschulen und Initiativen zu BIM, KI und Robotik vor.
Zukunft ist gestaltbar, wenn wir sie gemeinsam anpacken.
Joachim Rind
Neben Fachimpulsen und Gesprächen mit der Politik wurden in sieben parallelen Workshops Perspektiven für die Zukunft entwickelt. Und das in ganz unterschiedlichen Formaten zum Mitmachen, Zuhören, Ausprobieren, zum Diskutieren und Austauschen.
Mit den vielfältigen Themen des Zukunftskongresses wurde der Blick nach vorn gerichtet. Dabei wurde deutlich: Die Zukunft des Bauens bedeutet nicht höher, schneller, weiter – sondern intelligenter, bewusster und gerechter. Die Zeit linearer Bauprozesse ist vorbei. Zirkularität, Suffizienz, Klimaresilienz und Nachhaltigkeit sind gefragt, um zukunftssicher zu bauen – unterstützt durch moderne Technologien. Zugleich ergeben sich aber auch an den Schnittstellen zwischen privat und öffentlich Möglichkeiten, Stadträume stärker miteinander zu verweben. Doch dafür braucht es Haltung, eine Verzahnung von Theorie und Praxis, gute Beispielprojekte und einen Berufsstand, der flexibel auf Transformationsprozesse reagiert. „Die Themen und Herausforderungen sind vielfältig. Aber – das hat der Kongress eindrucksvoll gezeigt – Zukunft ist gestaltbar, wenn wir sie gemeinsam anpacken“, so das positive Fazit von Kammerpräsident Joachim Rind.
Eine lohnenswerte Zukunft kann kommen, mit wütendem Optimismus.
Tristan Horx
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