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[ Statistiken und Erfahrungen ]

Wo und wie arbeiten deutsche Architekturbüros im Ausland?

Seit bald zwanzig Jahren begleitet das Netzwerk Architekturexport NAX der BAK Planungsbüros auf ihrem Weg ins Ausland. So unterschiedlich die Länder, so unterschiedlich sind auch die Gründe und Strategien, sich dort zu etablieren. Wir fragten fünf NAX-Kontaktarchitekten, wie sie auf fremde Märkte kamen und wie sie jetzt, mitten in einer weltweiten Krise, planen und bauen

Dieser Beitrag ist unter dem Titel „weltweitweg“ im Deutschen Architektenblatt 03.2021 erschienen.

Von Rosa Grewe

Philipp Meuser weiß, wie man Anekdoten erzählt. Von kasachischen Betonproben im Gepäck, die es einem türkischen Grenzbeamten zu erklären galt. Vom Flughafentransit mit dahinrasenden Wagen und schusssicherer Weste. Von einer Autobombe, deren Knall die Wände des geschützten Konferenzraumes vibrieren ließ. All die Bilder von Krisenregionen tun sich auf, wenn der Berliner Architekt berichtet. Mit seinem Büro plant und baut der NAX-Pate Sicherheitsgebäude für Botschaften oder internationale Institutionen im autokratischen Turkmenistan, im terrorgeplagten Mali und Afghanistan, sogar im Jemen, wo Krieg, Cholera und Hunger eigentlich gar kein Bauen mehr zulassen.

Sicherheitsgebäude für Botschaften und internationale Institutionen
Meuser Architekten bauen Sicherheitsgebäude für Botschaften oder internationale Institutionen in krisengeplagten Ländern wie Turkmenistan, Afghanistan oder dem Jemen.

Pfilipp Meuser: an ungewöhnlichen und gefährlichen Orten

Das Büro meuser architekten sorgt dafür, dass die Gebäude, in denen Botschaftsangehörige leben oder arbeiten, sicher wie Bunker sind und trotzdem nicht so aussehen. Meuser sagt: „Wir müssen auch dort über Ästhetik sprechen.“ Denn über sie verbinde die Botschaft die eigene mit der fremden Kultur, die dem Planenden bestenfalls gar nicht fremd ist. Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) beauftragte Meuser einst mit der Organisation des Umzugs der Deutschen Botschaft in Kasachstan. Kein Zufall, denn Meuser forschte und publizierte über die Architektur in Sowjetländern, war selbst oft vor Ort und kennt sich kulturell dort aus. Das „A und O“, wie er sagt: „Sie müssen mit dem Land verschmelzen.“

Bauarbeiter auf einer Baustelle
Derzeit realisieren sie die Deutsche Botschaft in Bamako, der Hauptstadt von Mali.

Sein Team ist immer wieder vor Ort, besonders in der Bauphase. „Bei manchen Arbeiten müssen Sie selbst danebenstehen.“ Das Klischee vom deutschen Anspruch im Ausland? Meuser widerspricht: „Die Regulierungsdichte beim Bauen ist in anderen Ländern oft höher, teils gelten strengere Normen, wie beim Brandschutz in Russland.“ Nur die Sicherheitstechnik wird aus der EU importiert, alles andere entsteht vor Ort.

Manche Orte aber sind so riskant, dass man sie nur schwer erreicht. Bei der Frage nach Angst wird Meuser nachdenklich. „Das ist natürlich sehr ernst“, sagt er, „aber ich empfinde es als eine sinnstiftende Arbeit. Nein, Angst habe ich nicht.“

Fast wirkt da die Frage nach dem Arbeiten in der Corona-Krise profan: Die Baustellen müssen sich immer unabhängig von den Umständen des Landes entwickeln, zur Sicherheit der Mitarbeitenden in den Botschaften. Auch unter Corona, wenn alle Wege gekappt sind. Jetzt ist es gut, Partner im Land zu haben. Meuser: „Wir arbeiten immer mit lokalen Architekturbüros gleicher Größe und auf Augenhöhe. Die besuchen wir normalerweise regelmäßig und arbeiten zeitweise gemeinsam in deren Büro.“ Die Bauprozesse bedürfen stets langwieriger Abstimmungen und reagieren sensibel auf politische Veränderungen und die Situation der jeweiligen Länder.

Eine Krise mehr, das ist für ihn nichts Neues. „Unsere Projekte laufen langfristig, da müssen wir oft warten oder umplanen. Jetzt verlangsamen sich die Schritte eben etwas mehr.“ Für ihn eine gute Zeit, um über die Arbeitsweise nachzudenken. Die Digitalisierung ermögliche Veränderungen: „Wir werden in Zukunft sicherlich weniger reisen, aber länger vor Ort bleiben.“

Gemeinschaftsraum im Büro
Die von Sophie Green gestalteten Büroräume von Pharma.be in Brüssel.

Sophie Green: Alleinstellungsmerkmal in Belgien

Immer vor Ort im Ausland ist Sophie Green. Die deutsch-amerikanische Innenarchitektin lebt mit ihrem schottischen Ehemann und vier Kindern in Brüssel. Sie baut viel für EU-Verbindungsbüros und engagiert sich europa­politisch für ihren Berufsstand. Green spricht fließend Englisch, Französisch, Deutsch und etwas Niederländisch. Sie sagt: „Ich kam vor 15 Jahren aus München nach Brüssel und startete etwas blauäugig in die Selbstständigkeit.“ Sie arbeitete damals als freie Mitarbeiterin für ein Architekturbüro und baute sich langsam ein Netzwerk auf. Schwierig in einer fremden Stadt. Doch über befreundete Expats bekam sie eigene Aufträge und Weiterempfehlungen: „Meine Hochschulausbildung samt deutschem Kammereintrag ist hier in Belgien ein Alleinstellungs- und Qualitätsmerkmal. Das hilft bei der Akquise.“

Innenarchitektin Sophie Green
Die deutsch-amerikanische Innenarchitektin Sophie Green lebt und arbeitet in Brüssel.

Vor acht Jahren gründete sie ihr eigenes Büro mit heute vier freien Mitarbeitenden und einer weiteren Kollegin in München. Vor dem ersten Lockdown pendelte sie etwa alle acht Wochen zwischen München und Brüssel und arbeitete viel über Slack und Dropbox. Seit März funktioniert der Austausch nur noch digital. Green sieht es positiv: „Man bekommt mehr in kürzerer Zeit geschafft.“ Weite Reisen für kurze Konferenzen erübrigen sich. „Die Digitalisierung erzeugt mehr Demokratie. Alle, auch Platzhirsche, werden bei Videokonferenzen auf eine Kachel reduziert. Das erleichtert den Introvertierten, sich einzubringen.“

Persönlich ist der Lockdown eine Herausforderung: „Es fehlt die gemeinsame positive Büroatmosphäre. Jeder Mitarbeitende kämpft auf vielen Ebenen und im Homeoffice.“ Einige Aufträge liegen seit März 2020 auf Eis oder brachen weg. „Wirtschaftlich konnte ich das abfedern, weil ich freie und flexibel einsetz­bare Mitarbeitende habe.“

Und wie Philipp Meuser profitiert auch sie gerade jetzt von ­öffentlichen Auftraggebern, die krisenfester sind. Noch vor der Krise gelang Green der ­Abschluss eines Rahmenvertrages mit dem Goethe-Institut, Mitte 2020 erarbeitete sie ein erstes Projekt in Addis Abeba. Auch die EU-Initiativen „Renovation Wave“ und „New European Bauhaus” stimmen Green optimistisch, dass Corona-Aufbauhilfen das nachhaltige Bauen im Bestand voranbringen. „Ich merke, dass sich da etwas zusammenbraut, eine Bewegung, die digital mehr Fahrt aufnimmt.“

Durch die Krise überdenkt sie ihre Strategien: „Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit Hochbauarchitekten lässt sich ausbauen.“ Green ist sicher, dass die Büros für Innenarchitektur gestärkt aus der Corona-Krise herausgehen werden: „Die Bedeutung des geschlossenen Raumes wird vielen jetzt wirklich bewusst.“ Diese Zuversicht braucht Brüssel mehr denn je.

Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Rainer Schmidt
Der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner Rainer Schmidt (Mitte) plante früh für die neu geöffneten Länder des Ostblocks, danach für China, die Maghreb-Staaten und die Arabische Halbinsel.

Rainer Schmidt: deutsche Expertise für die Städte der Zukunft

Rainer Schmidt ist ebenfalls zuversichtlich. Er hat gelernt, zu warten, denn wie bei Meuser wird auch seine Zeitplanung durch die Weltpolitik bestimmt: „Seit vier Jahren liegen unsere Pläne für den Iran auf Eis.“ Da ist Corona nur eine von vielen Hürden. Der Landschaftsarchitekt und Stadtplaner plant seit 30 Jahren mit seinem Büro Stadtviertel und dazugehörige Landschaften – früh für die damals neu geöffneten Ostblockländer, dann für die wachsenden Megaregionen in China, für die Maghreb-Staaten und auf der Arabischen Halbinsel. Egal wo, die Grundthemen wie Mobilität, Klima, Smart City und Dichte ähneln sich. Schmidt sagt: „Wir Deutschen haben da eine hervorragende Expertise und sind gefragt, aber wir vermarkten sie zu schlecht.“

Dabei sind die Pläne der Länder ehrgeizig, allein durch die Größe der Projekte, aber auch durch den Anspruch der Bauherren, wie Schmidt sagt: „Sie wollen die Stadt der Zukunft mit den lokalen Identitäten verbinden.“ Deshalb beschäftigt sich das Büro während der Planung ausgiebig mit der jeweiligen Kultur. Die Planungen finden in Deutschland statt, aber Schmidt reiste vor Beginn der Corona-Pandemie jeden Monat ins Ausland und pflegt den persönlichen Austausch zu den Planungsbeteiligten. Das vermeidet Fehlplanungen und mindert Fettnäpfchen. Bei ihrem Entwurf zur Großen Moschee in Algier, gemeinsam mit KSP Engel, setzten sie aus Unwissenheit auf eine falsche Symbolik und brüskierten die Anwesenden. Schmidt erklärt: „Wir bekamen direkt eine Audienz beim Religionsminister, der uns die kulturellen Unterschiede im Islam erklärte. Wir behielten den Auftrag und konnten die Fehler korrigieren.“ Undenkbar, solche Fehler auf Distanz zu klären.

Doha Convention Center in Kata
Doha Convention Center in Katar: JAHN mit Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten und Stadtplaner

Jetzt muss es klappen – ohne Präsenz. Für einen besseren digitalen Austausch setzte das Büro schon vor Längerem auf BIM und rüstete kürzlich seine Besprechungsräume für Videokonferenzen um. Aber es bleibe kompliziert: „Oft fehlt bei den obersten Entscheidern die Geduld für die technische Kommunikation.“ Einige Projekte in China laufen dank lokaler Partner weiter, andere stoppten wegen mangelnden Austausches. Wieder andere, die 2019 schon akquiriert waren, wurden verworfen, weil ihre Finanzierung durch die Corona-Krise in China zusammenbrach.

Schmidt: „China ist gerade etwas problematisch, aber der Handlungsdruck in Saudi-Arabien und im Iran ist dafür sehr hoch. Hier werden sich, wenn sich die politische Situation verändert, die Projekte schnell weiterentwickeln.“ Braucht ein so erfahrenes Büro neue Strategien in der derzeitigen Krise? „Ja sicher, wir sind jetzt aktiver in der Akquise von öffentlichen Aufträgen und Wettbewerben in Deutschland.“ Aber Asien sei mit seinen Stadtutopien viel weiter als Europa, deshalb wartet er sehnsüchtig darauf, bis er wieder zurück in die Zukunft reisen darf.

Huide Tower in Shenzhen
Huide Tower in Shenzhen: HPP Architekten

HPP: Weiter in China

Genauso ergeht es Werner Sübai. 1999 kam der Architekt erstmals nach China: „Mir war klar, dass dort die neue Welt liegt.“ Heute ist er Gesellschafter im Büro der NAX-Paten HPP Architekten und entwickelte gemeinsam mit den Partnern Jens Kump und Wei Yu die chinesischen Dependancen. Dabei war der Anfang schwierig, sprachlich wie kulturell.

Werner Sübai HPP Architekten
Werner Sübai kam 1999 erstmals nach China. Heute ist er Gesellschafter bei HPP Architekten und entwickelte deren chinesische Dependancen mit.

Sübai: „Wir nehmen uns Märkte nicht rein strategisch vor, es braucht gleichzeitig Projekte.“ Das war 2002 ein gewonnener Wettbewerb und eine Woche Zeit vor Ort. „Uns fehlten die Marktkenntnisse. Um sich in China zu etablieren, braucht es einen irrsinnig langen Atem, Menschenkenntnis und Vertrauen, um auch aufkommende Zweifel zu überwinden.“ Nach vielen Jahren des Pendelns und einiger Fehlschläge halfen chinesische Partner und Freunde, Kontakte aufzubauen, in der Kultur anzukommen und 2006 ein Repräsentantenbüro in Shanghai zu eröffnen. Vier Jahre später konnte Sübai mit den Partnern Kump und Yu als deutsch-chinesisches Leitungsduo das Büro strukturiert mit einer Planungsabteilung vor Ort entwickeln. 2017 eröffnete die Dependance in Peking, 2019 die in Shenzhen, denn „der persönliche Kontakt vor Ort ist auch auf lokaler Ebene wichtig“.

Heute arbeiten dort 115 vor allem chinesische Mitarbeitende. „Ich war ein Jahr lang nicht mehr dort. Persönlich werde ich sie wohl erst im Sommer dieses Jahres wiedersehen“, sagt Sübai. Für ihn das Schwierigste in der Pandemie: „Die Basis unserer Zusammenarbeit ist Vertrauen und ein gutes, menschliches Miteinander. Das lässt sich nicht ausschließlich über Video-Konferenzen pflegen.“

China hat sich von seinem Wirtschaftseinbruch Anfang 2020 erholt, und HPP Architekten spürten, anders als das Team von Rainer Schmidt, keine durch die Krise bedingten Probleme. Sübai sagt: „Das betraf meist Einzelhandelsprojekte. Wir planen dort eher städtebauliche Projekte, Büro- und Verwaltungsbauten sowie Sport- und Kultureinrichtungen.“ Also weiter wie bisher? „Nein, bewusster als bisher. Die Pandemie zeigt, wie fragil alles ist. Wir müssen achtsamer mit unseren Ressourcen umgehen.“ Ein Drittel der Reisen seien dank Digitalisierung zukünftig nicht mehr nötig, der Rest sei wichtig fürs Gemeinschaftsgefühl. „Wir müssen uns persönlich begegnen.“ Sübai meint damit auch den Arbeitsalltag: „Unsere Arbeit ist kreativ und komplex, das geht langfristig nicht allein im Homeoffice.“

Auch fachlich hinterlässt die Pandemie Spuren. China ist weit in der Umsetzung der derzeit geltenden Planungsideale von Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Wassermanagement und technischer Infrastruktur sowie der Organisation von urbaner Dichte. „Aber wir müssen jetzt die Dichte der Städte hinterfragen und Themen wie Human Centricity oder Smart City in den Vordergrund rücken“, sagt Sübai.

Planende im Stuhlkreis
Angela Kreutz ist für die strategische Geschäftsentwicklung bei blocher partners India verantwortlich. Das Büro weitete sein Engagement in Indien während der Finanzkrise 2008 gezielt aus und eröffnete eine Niederlassung in Delhi.

Blocher partners: Strategisch in Indien

Angela Kreutz ist CEO bei blocher partners India und verantwortet dort die strategische Geschäftsentwicklung. Umso erstaunter war ihre Reaktion auf die Frage, ob sich der Standort Indien zufällig ergab: „Wir sind natürlich ganz bewusst nach Indien gegangen.“ Als die Finanzkrise 2008 die Wirtschaft in Europa lahmlegte, wollten Dieter und Jutta Blocher die vorhandenen Aktivitäten in Asien ausweiten. Die Etablierung im Ausland verlangte von allen Beteiligten Kraft, Ausdauer und einen Länderfokus. Kreutz sagt: „Als Mittelständler mussten wir überlegen: Was können wir stemmen?“ Indien war stabil, auf dem Wachstumskurs und versprach interessante Aufträge. 2008 eröffnete das Büro eine Dependance in Delhi. Kreutz verantwortete gemeinsam mit Dieter Blocher den strategischen Aufbau des Standortes. Sie pendelten oft zwischen Deutschland und Indien, wo damals nur ein Mitarbeiter arbeitete. Heute sind es fast zwanzig, meist indische Mitarbeitende.

Akquise erfordert eine Strategie und Zeit, in Indien sogar etwas mehr. Kreutz erklärt: „Es gibt dort eine ausgeprägte Kaffee- und Teekultur.“ Man braucht eine Empfehlung zur Teerunde, aber keinen konkreten Anlass. „Es geht um den Aufbau von Vertrauen.“ Geschäftsbeziehungen wachsen langsam. Dafür schenken indische Auftraggebende dem Büro im Projekt oft viel Freiheit bei der Planung. 2011 zog das Büro nach Ahmedabad um, aus strategischen Gründen: „Ahmedabad hat weit entwickelte Masterpläne und eine hohe Bautätigkeit.“

Mit dem Architekten Hartmut Wurster kam im gleichen Jahr ein neuer Länderchef ins Büro. „Die Fachleitung sollte permanent vor Ort sein und zugleich das Unternehmen aus Deutschland gut kennen. Jemand, der die Standards, für die wir in Indien beauftragt werden, versteht und hält“, erklärt Kreutz. „Dieser ‚deutsche Bonus‘ ist wichtig für die Auftraggebenden.“ Vor-Ort-Präsenz ist auch essenziell auf der Baustelle, wo Arbeiter oft keine Pläne lesen können.

Mondeal Heights in Ahmedabad.
Das Businesscenter Mondeal Heights in Ahmedabad: blocher partners

Die Dependance bewährt sich jetzt bei den Reisebeschränkungen. Wie bei HPP Architekten arbeiten auch beim NAX-Paten blocher partners die Mitarbeitenden vor Ort routiniert und selbstständig weiter. „Natürlich gab es zeitliche Verzögerungen“, sagt Kreutz. „Gastarbeiter wurden nach Hause geschickt, und Baustellen standen still, wenn dort jemand von Corona betroffen war.“ Weil auch die Teerunden ausfielen, lief die Akquise schleppend. Die Auftragslage sei kein Loch, „eher eine Delle“. Denn Indien sei digital gut aufgestellt: „Man kommuniziert dort direkt miteinander, nicht über Mittelsleute.“

So laufen die Gespräche mit den Verantwortlichen weiter, nicht beim Tee, sondern vor dem Rechner. „Hoffentlich nicht allzu lange, ich wäre gerne wieder mal in Indien“, sagt Kreutz und fängt an, mögliche Zeitschienen nach dem Ende der Reisebeschränkungen zu berechnen. Aber strategische Planungen sind derzeit schwierig, wie sie feststellt: „Es bleibt ein Blick in die Glaskugel.“


Logo NAX Netzwerk Architektur Export

NAX: Hilfe für Architekturbüros, die ins Ausland wollen

Haben Sie Lust bekommen, auch im Ausland aktiv zu werden? Oder sind Sie bereits am Start und brauchen Austausch und Beratung, um voranzukommen? Das Netzwerk Architekturexport der BAK unterstützt gerne dabei. Neben Informationen über Marktbedingungen im Ausland und internationale Branchentrends bietet es gezielten Zugang zu nationalen und internationalen Planerinnen und Planern, Entwicklerinnen und Investoren, Verwaltung und Politik. Hier finden Sie Informationen über die Netzwerk- und Fachveranstaltungen sowie über die Teilnahmemöglichkeiten an Markterkundungs- und Delegations­reisen und an internationalen Wettbewerben.


Weitere Beiträge finden Sie in unserem Schwerpunkt International.

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