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[ Fotostrecke ]

Haus Marlene Poelzig abgerissen: Diskussion geht weiter

Das von Marlene Poelzig entworfene Wohnhaus wurde trotz Protesten abgerissen. Ein trauriger aber wichtiger Anlass, um über Frauen in der Architektur zu diskutieren.

Wie viele Architektinnen stand Marlene Poelzig (auch: Marlene Moeschke-Poelzig, 1894-1985) im Schatten ihres Mannes Hans Poelzig (z.B. Bebauung am Rosa-Luxemburg-Platz mit Kino Babylon, 1929 / Haus des Rundfunks, 1931). Für viele, ihrem Mann zugeschriebene Entwürfe leistete Marlene Poelzig wichtige Beiträge, ohne dass diesr gewürdigt wurden. Das 1930 fertig gestellte Atelier- und Wohnhaus der Familie im Berliner Westend war ein Enwturf von ihr, was ebenfalls unbeachtet blieb.

Kreativer Protest gegen den Abriss

Seit Abrisspläne des Besitzers bekannt geworden waren, bemühte sich die Initiative Haus Marlene Poelzig mit Protestaktionen, Presse- und Informationsarbeit um den Erhalt und um eine Nutzung des Hauses als festen Diskussionsort rund um Geschlechtergerechtigkeit im Bauwesen. Ein Denkmalschutz wurde abgelehnt, weil in den Nachkriegsjahrzehnten bereits zu viele Veränderungen am Haus vorgenommen worden seien. Schließlich musste Anfang November 2021 der Abriss hingenommen werden, begleitet von einer erneuten Protestaktion. Später folgte ein Umzug mit Laternen der Künstlerin Julia Ziegler, die auf einen Entwurf von Marlene Poelzig zurückgehen (siehe Fotostrecke).

Außerdem wird (jetzt erst recht) im Geiste Marlene Poelzigs die bereits geplante Dialogreihe „Mother of all Arts“ begonnen.

Run the World

Junge Architektinnen, Künstlerinnen und Kulturschaffende im Gespräch
25. November 2021, 19 Uhr, Berlinische Galerie
Veranstaltung in englischer Sprache. Der Eintritt ist frei. Es gelten 2G-Regeln.
Anmeldung: www.hausmarlenepoelzig.de
Stream: Youtube-Kanal von Stadtraum Kultur

Family Affair

Generationsübergreifende Einflüsse und Dynamiken in kreativen Familien (u.a. mit Katharina Blaschke, Enkelin der Poelzigs)
9. Dezember, 2021, 19 Uhr, Aedes Architecture Forum

Bonnie & Clyde

Zusammenleben und Zusammenarbeiten von Architekt*innenpaaren
voraussichtlich Januar/Februar 2022, Georg Kolbe Museum

 

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