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[ Editorial ]

Wagemut und Widerstand

Konfliktscheu darf man nicht sein. Über mutige Architektur und Reaktionen darauf

Dr. Brigitte Schultz ist Chefredakteurin des Deutschen Architektenblatts.

Sind Sie mutig? Auch wenn die meisten von uns vielleicht nicht jemanden aus einem brennenden Haus retten oder die Strecke zwischen zwei Hochhäusern auf einem Stahlseil überqueren würden – im Alltag würde ich unserer Profession durchaus eine gute Portion Mut attestieren. Konfliktscheu darf man zumindest nicht sein. Gute Architektur entsteht nur mit mutigen Architektinnen und Architekten, die ihren Überzeugungen folgen, für Qualität kämpfen und nicht davor zurückschrecken, die beste Lösung zusammen mit den Nutzern und der Öffentlichkeit zu finden. Dass dies nicht immer auf Gegenliebe stößt, ist leider selbstredend. Aber warum eigentlich? Wir haben das einmal einen Psychologen gefragt. Seine sehr lesenswerte Analyse erklärt, welche psychischen Mechanismen in vielen Menschen ablaufen, wenn sie sich mit ungewohnten Entwürfen oder Bauten konfrontiert sehen – und wie Planerinnen und Planer typische Reaktionen wie Flucht, Widerstand oder Aggression vermeiden und bestenfalls zu einer für alle glücklichen Lösung kommen können. Einfach ist das nicht (und man würde sich wirklich einige Psychologiestunden im Studium wünschen). Außer natürlich, man ist sein eigener Bauherr, wie Wolfgang Zeh in seiner winzigen Baulücke in Köln. Sie zeigt, wie auch die beherzte Initiative für das KulturKino in Zwenkau, was entstehen kann, wenn man den Mut hat, einfach mal anzufangen.

Die Beiträge zum Thema finden Sie in unserem Schwerpunkt Mutig

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