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BAK Podcast

Sprechblasen Architektur Stadt Planung

Architektur, Stadt, Planung

Fahren Sie gerne weit weg, um sich schöne Städte anzuschauen? Stellen Sie sich vor, es wäre genauso schön vor der eigenen Haustüre. In dem Interview-Podcast der BAK spricht Kerstin Kuhnekath mit ihren Gästen über die Gestaltung der gebauten Umwelt. Die These ist: Je stärker der Berufsstand, desto höher die gebaute Qualität in der Stadt und auf dem Land.

Staffel 3

Die dritte Staffel (ab Episode 13) befasst sich mit dem Thema Verantwortung in Krisenzeiten. Während die Pandemie eine große und langwierige Herausforderung für die gesamte Gesellschaft darstellt, gehen manche Dinge quälend langsam, zum Beispiel die Fragen nach Wiedereröffnungen kultureller Institutionen voran und andere müssen blitzschnell gehen, wie der Aufbau eines Corona-Zentrums. Wir sprechen über Kämpfe, über Sprints, über konkrete Forderungen und Vorschläge zur Verbesserung des Stadtraumes, den wir seit der Pandemie mehr als zuvor als sensiblen Lebensraum wahrnehmen.

Stellen Sie sich vor: Sie bekommen einen Auftrag und der Bauherr erwartet, dass Sie sofort losbauen, obwohl Sie gerade erst mit der Planung begonnen haben. Klingt schrecklich? Für die meisten bestimmt. Die Unsicherheit am Anfang der Pandemie im April letzten Jahres, als man sich vor überfüllten Intensivstationen fürchtete, hat genau dazu geführt: Heinle, Wischer und Partner wurden beauftragt, ein neues Corona Behandlungszentrum in der Messe Berlin zu entwerfen und zu bauen. Alles gleichzeitig. Alles schnell. Warum gerade dieses Projekt die ArchitektInnen glücklich und geradezu euphorisch gemacht hat, erzählt Edzard Schultz in dieser Episode.

Architekten fahren Porsche, haben eine modernistische Villa und trinken Schampus. Erkennen Sie sich darin wieder? Die meisten von uns wohl kaum. In Krimis des deutschen Fernsehens wird dennoch meist dieses Bild des Architekten, und hier ist bewusst die männliche Form gewählt, gezeichnet. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus: Selbständige Planerinnen und Planer aller Fachrichtungen beziehen ihr Honorar aufgrund einer Honorarordnung, die nicht nur angepasst werden muss, damit die Honorare den heutigen Leistungen entspricht, sondern die „attackiert“ wurde im letzten Jahr vom EuGH. Was steckt hinter diesem „Angriff“? Was wird wie und für wen anders sein? Was ist für den gesamten Berufsstand jetzt wichtig, damit aus dem Leistungswettbewerb kein Preiswettbewerb wird? Joachim Brenncke, der Vizepräsident der BAK, gibt Antworten und erzählt, wie wir das gute Zeitfenster vor der Bundestagswahl nutzen können, um die richtigen Weichen für eine Novellierung der HOAI zu stellen.

 

Staffel 2

Die zweite Staffel (ab Episode 7) baut thematisch auf der ersten Staffel auf. Nur: Die Themen, die für uns Planerinnen und Planer interessant sind, also: Wem gehört der Boden? Wie sieht die lebenswerte Stadt aus? Wie gelingt Inklusion? Was muss für den Klimaschutz getan werden? Wer entscheidet in der Planung?, stehen heute natürlich unter einem anderen Licht. Seit der Corona-Krise hat sich der Blick auf den öffentlichen Raum sowohl in der Stadt als auch auf dem Land gewandelt. Deshalb fragen wir anders: Was bedeutet die Krise für den öffentlichen Raum? Welche baulichen Maßnahmen wollen wir umsetzen, um in einer gesunden und lebenswerten Stadt zu leben? Wie können sich Architektinnen und Architekten aller Fachrichtungen jetzt einbringen? Und: Ist dies eine gute Zeit für Utopien? 

Fahren sie gerne nach Florenz oder Venedig, weil es dort so schön ist? Wer tut das nicht. Aber gerade die Verantwortlichen in der Planungspolitik sollten vielleicht weniger in die Ferne schauen, sondern mehr Leidenschaft für die Architektur zu Hause aufbringen. Barbara Ettinger-Brinckmann meint, wir können es uns hier genauso schön machen, man müsse die Profis nur machen lassen. Nicht erst seit Corona fordert sie mehr gebaute Qualität für die Stadt, aber Corona hat deutlich gemacht, dass die Schönheit der Stadt nicht eine Flugstunde weit entfernt sein darf, sondern direkt vor unserer Haustüre zu finden sein muss. Und warum ist das Glück einer Stadt im Erdgeschoss zu finden? Das erklärt sie in diesem Gespräch.



Wie entstehen komfortable Städte mit einladenden öffentlichen Räumen? Mit vorsichtiger Planung, sagt Dorte Mandrup. „Ein Haus oder eine Idee darf kein Gimmick, sondern muss relevant sein.“ Die dänische Architektin versteht Architektur und Stadt als ein komplexes und kompliziertes Unterfangen, das nur mit dem nötigen Wissen und tieferen Verständnis über Architektur gelingen kann, also nur mit Architekten und Stadtplanern als Fachleuten. Die Kommerzialisierung der Architektur schreitet unterdessen voran. Wie können Architekten sich dagegen auflehnen, ohne um ihre Aufträge, also ihre Existenz, bangen zu müssen?



Architektur und Stadtplanung sind in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil die Corona-Krise die Defizite der Stadt noch deutlicher gemacht hat. Allen wurde bewusst, dass Begegnungs- und Naturräume vor der eigenen Haustür in der Stadt wichtig und unabdingbar sind. Man kann sagen: Es ist die Stunde der Planerinnen und Planer. Deshalb sprechen wir heute mit einer Architektin, die seit 26 Jahren in Berlin ein eigenes Büro betreibt und schon einige Aufs und Abs in der Stadtplanung miterlebt hat: Anne Lampen. Im Gespräch erklärt sie, warum die Corona-Krise die Grenze zwischen Notwendigkeit und Luxus im Wohnungsbau verschiebt und warum es sich lohnt, starre Regelungen beim Bauen zu überdenken, damit die Stadt lebendiger wird. Außerdem erfahren Sie, was Bauherren über die Themen Energieeinsparung und fünfte Fassade denken und warum morgen einpacken kann, wer sich heute nicht mit BIM auseinandersetzt.

 

„Alarmstufe rot.“ Man hört es nicht gerne, aber das ist der Stand der Dinge. Wir Menschen stoßen grundlegende Veränderungen im Erdsystem an und sind in der Lage, das Klimasystem zu zerstören. Willkommen im Antropozän. Das Pariser Klimaabkommen versucht gegenzulenken und hat zum Ziel, die Emissionen in den Städten bis 2050 auf 0 zu reduzieren. Was heißt das für unser zukünftiges Stadtleben? Definitiv, dass wir die Städte von morgen, nicht wie die Städte von gestern bauen können. In der Aufgabe, die Stadt neu zu erfinden, kann für Planerinnen und Planer eine große und spannende Herausforderung liegen. Worum geht es hierbei genau? Warum liegt in interdisziplinären Arbeitsgruppen die Zukunft? Der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner hat ziemlich konkrete Ansätze und spricht über konkrete Maßnahmen in der Baubranche in Sachen Klimaschutz, über die Verunsicherung in Zeiten des Wandels und darüber, wo der „Place to be“ ist für junge Planerinnen und Planer, die sich in die großen Veränderungsprozesse einbringen wollen.

 

Selten haben wir unser Handeln im öffentlichen Raum so sehr hinterfragt wie in den letzten Wochen. Der Shutdown durch Corona hat unsere Wahrnehmung verändert. Plötzlich war die Stadt leer. Wir, die wir täglich pendeln, blieben zu Hause. Seit Wochen bewegen wir uns wieder auf den „Normalzustand“ zu. Nur: Wollen wir alles wieder genauso machen wie vorher? Reiner Nagel meint, wenn Menschen sich auf dem Gehweg quetschen, während parkende Autos den meisten Raum einnehmen, so steht die öffentliche Raumaufteilung zur Disposition. Oder wird Cocooning ein neuer Trend? Das Auto als virenfreier Sehnsuchtsort? In dieser Episode erfahren Sie, wie die Harmonie zwischen Sozialraum und Verkehrsraum gelingen kann und warum wir kleine Läden brauchen.

„Es ergibt keinen Sinn, Barrieren zu bauen.“ Unsere Städte und Häuser sind meist für die gebaut, die sie auch planen. Menschen mit Behinderungen werden oft nicht berücksichtigt in der Entwicklung kluger Gebäude. Wenn Jürgen Dusel über Barrierefreiheit spricht wird schnell deutlich, dass sie kein netter Zusatz zum „Normalen“ ist, sondern als Qualitätsstandard dazu gehören muss, genauso wie der Brandschutz. Der Anspruch „Durch Architektur Teilhabe ermöglichen“ ist Pflicht, so Jürgen Dusel. Auf den Regionalkonferenzen „Inklusiv gestalten“ wird darüber informiert und debattiert, wie kluge Gebäude und Städte für alle aussehen können.

 

Staffel 1

In der ersten Staffel (Episoden 1-6) stimmten wir auf den Deutschen Architektentag 2019 ein, der im September 2019 unter dem Titel Relevanz – Räume prägen stattfand. Zu Wort gekommen sind spannende Persönlichkeiten, die als Referentinnen, Referenten oder Keynote-Speaker auf dem DAT19 in Berlin aufgetreten sind. Es geht um die relevanten Fragen aus dem Alltag der Planenden und Entscheidungsträger, die auf 24 Podien debattiert wurden. Die vollständige Dokumentation dazu finden Sie hier.

Der DAT steht kurz bevor und da ist es naheliegend mit der Frau zu sprechen, die Gastgeberin des Deutschen Architektentages ist und am besten weiß, was wir mit diesem Tag erreichen wollen: Wir wollen als Planende in Deutschland in die Gestaltung der gebauten Umwelt und die komplexen Vorgänge, die damit verbunden sind, eingebunden werden. Das müssen wir von der Politik einfordern. Und warum? Weil wir die Experten sind. Seit Jahren setzt Barbara Ettinger-Brinckmann sich für die Belange der Planenden in Deutschland ein, ob Klimawandel, Baukultur, oder Bodenpolitik. Eine gute Lösung, die der Lebensqualität der Stadt dienlich ist, sieht sie nur mit den Leuten, die dafür qualifiziert sind: Den Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Landschaftsarchitekten.

 

Die Professorin der Philosophie Rahel Jaeggi spricht über den Zustand unserer Demokratie und die Wechselwirkung zwischen gebauter Lebenswirklichkeit und gesellschaftlicher Lebensform. Was bedeutet räumliche Aneignung für die Stadtbewohner und inwiefern untergräbt die Marktlogik die Freiheit der Menschen, sich eine Stadt anzueignen, ohne eine Gentrifizierung auszulösen?

 

Falls Sie beizeiten geneigt sind, über die Stadt zu schimpfen, sei es wegen des Verkehrs, sei es wegen der vielen Touristen, sei es wegen des Lärms, dann ändert sich Ihre Sichtweise vielleicht durch das, was Riklef Rambow über die „Erfolgsgeschichte Stadt“ zu erzählen hat. Der Architekturvermittler leitet das Fachgebiet Architekturkommunikation am Karlsruher Institut für Technologie und setzt sich für eine gelungene Kommunikation zwischen Laien und Experten ein. Hören Sie in dieser Episode, was der Unterschied ist zwischen Architekten und der „normalen“ Bevölkerung, was an der Kommunikation zwischen Laien und Experten bemerkenswert ist und warum Architekten sich manchmal die Finger schmutzig machen müssen.

 

Verena Bentele, Jahrhundertsportlerin, ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und heutige Präsidentin des Sozialverbandes VdK, sorgt für einen Perspektiv-Wechsel in unserer DAT-Interviewserie: Sie spricht nicht als Planerin, sondern als Stimme derer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Sie setzt sich für die Gleichbehandlung aller Stadtbewohner ein und dafür, dass Planer, Politiker und Menschen mit Beeinträchtigungen gemeinsam ihren Lebensraum gestalten, damit die Lebensqualität für alle besser wird. Was ist die ideale Verbindung zwischen der Inklusion und der künstlerischen Arbeit von Architekten? Hören sie in der dritten Episode, wie sich Barrieren im Denken überwinden lassen und was dran ist, wenn Verena Bentele sagt: „Kreativität und Inklusion schließen einander null aus.“

 

Die Frankfurter Architektin Claudia Meixner spricht darüber, wie sie Bauherren überzeugt, Architektur nicht als renditebringende Immobilien zu betrachten, sondern als wichtiges kulturelles Gut der Gesellschaft, damit man Entscheidungen treffen kann, die nicht nur am Geld orientiert sind. Hören Sie rein und erfahren Sie, was sie über das Ansehen der Architekten hierzulande denkt, wie es ihrer Meinung nach um die Wertschätzung der Architektur in Deutschland bestellt ist, und warum sie meint: „Besondere Gebäude sind selten in Deutschland zu finden“.

 

Der einflussreiche Architekt und Partner bei OMA Rotterdam Rienier de Graaf spricht darüber, was es heute heißt ein Architekt zu sein, was sich geändert hat seit er in den Beruf eingestiegen ist, warum man als Planer politisch sein muss und wie die Betrachtung der Architektur als Geldanlage den Beruf des Architekten untergräbt und für soziale Ungerechtigkeit in den Städten sorgt. Außerdem erfahren Sie, wie er sich eine wirklich nachhaltige Architektur abseits von kosmetischen Eingriffen wie Dreifach-Verglasung vorstellt.

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