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[ Nachwuchs-Kolumne #36 ]

Online-Seminare: Die neue Freiheit bei der Fortbildung

Corona beschert uns viele Einschränkungen. Dafür eröffnen Online-Seminare gegenüber Fortbildungen als Präsenzveranstaltung ungeahnte Möglichkeiten

Kleiner Tipp: Wenn es mit der Fortbildung via Beamer losgeht, solltet ihr die Pizza schon aufgegessen haben

Von Fabian P. Dahinten

An Fortbildungspunkten kommt niemand vorbei. Entweder man möchte in die Architektenkammer hinein – dann benötigt man zum Beispiel in Hessen 80 Fortbildungspunkte. Oder man möchte in der Architektenkammer bleiben – dann muss man innerhalb von vier Jahren 32 Fortbildungspunkte sammeln. Seit Corona haben sich dabei ganz neue Möglichkeiten aufgetan.

Es war ein Mittwochabend und ich habe mir ein Seminar des Passivhaus-Instituts aus Darmstadt angesehen. Es fing um 19 Uhr an und ging anderthalb Stunden: Das macht zwei Fortbildungspunkte. Doch ich saß nicht allein daheim am Schreibtisch, sondern ich habe vier Kolleginnen zu mir Nachhause eingeladen um das Online-Seminar zusammen anzuschauen. Es waren nicht nur diese Kolleginnen da, auch eine ehemalige Kommilitonin und Freundin hat sich dazu gesellt.

Mit Pizza Punkte sammeln

Im Vorfeld hatten wir uns noch Pizzen besorgt. Es war perfektes Timing: Punkt 19 Uhr hatten wir fast alles aufgegessen, der Beamer lief und wir verfolgten den Vortrag. Damit wir auch alle die Fortbildungspunkte bekommen, lief bei jedem noch zusätzlich der Stream über das Smartphone, so konnte der  Veranstalter auch sehen, dass wir tatsächlich alle da waren. Doch die Smartphones waren alle stumm geschaltet, da der Ton über den Beamer lief. Sollten die Veranstalter vielleicht über Gruppenanmeldungen nachdenken?

Für die zweite Möglichkeit muss ich kurz ausholen. Ich liebe es, während der Arbeit Musik zu hören. Gerade im Großraumbüro kann ich dadurch das Umfeld ausblenden, mich gerade bei Tätigkeiten rund um einen Entwurf ausschließlich auf die Arbeit konzentrieren und muss nicht das Telefonat meiner Kollegen mitverfolgen.

Was Fortbildung mit Netflix zu tun hat

Es muss aber nicht nur Musik sein, auch Podcasts oder Netflix-Serien eignen sich hervorragend, um in den “Tunnelmodus” zu kommen. Besonders im Studium habe ich innerhalb einer Nacht ganze Serien mit mehreren Staffeln durchgeschaut. Und ihr könnt euch jetzt sicherlich schon denken, wie ich mein nächstes Online-Seminar schaue, das mitten am Tag stattfindet. Genau: am Laptop auf meinem Schreibtisch an der Arbeit.

Natürlich freue ich mich schon auf reale Seminare mit physischer Anwesenheit, allein schon um neue Menschen kennenzulernen. Doch ich hoffe, die neuen Freiheiten und die neue Flexibilität bei der Fortbildung bleiben wenigstens zum Teil auch nach Corona noch erhalten.

Fabian P. Dahinten studierte Architektur an der Hochschule Darmstadt und startet nun ins Berufsleben.

Hier findet ihr alle Nachwuchs-Kolumnen von Fabian.

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