DABonline | Deutsches Architektenblatt
Menü schließen

Rubriken

Services

Menü schließen

Rubriken

Services

Zurück
[ DABinterview ]

Neuer Standard Smart-Home?

Vier Sieger, zwölf Gewinner: Die SmartHome Initiative Deutschland e.V. hat die besten smarten Produkte, Lösungen, Startups und realisierte Projekte ausgezeichnet.

Vorschau_lila

Text: Marion Goldmann, Stefan Kreitewolf

Die Auszeichnung würdigt seit fünf Jahren das hohe Engagement der gesamten Wertschöpfungskette „SmartHome“. Das DAB stand für ein Projekt Pate. Günther Ohland, Vorsitzender der SmartHome Initiative, spricht im DABinterview darüber, was sich seitdem verändert hat.

Worin unterscheiden sich die in diesem Jahr ausgezeichneten Objekte im Wesentlichen von denen aus der Anfangszeit?

Zum Beispiel erreichten uns in den ersten zwei bis drei Jahren luxuriöse Einfamilienhäuser, die über innovative Konzepte verfügten. Heute spielen solche Projekte keine Rolle mehr, denn ab einem bestimmten Preisniveau gehört die Ausstattung mit smarten Technologien mittlerweile zum Standard. In diesem Jahr erhielten zwei Verwaltungsgebäude und ein Hotel die Auszeichnung.

Welcher technologische Wandel hat sich seither vollzogen?

Früher stand klar die reine Technik im Vordergrund. Preiswürdig waren damals zum Beispiel Leuchten, die sich intelligent ein- und ausschalten ließen oder man den Farbton des Lichtes mit dem Handy verändern konnte. Inzwischen ist der Fokus auf die menschlichen Bedürfnisse gerichtet und es sind entsprechend anwenderorientierte Lösungen verfügbar. So werden mehr und mehr smarte Steuerungen eingesetzt, die individuelle Eingriffsmöglichkeiten erlauben. Zum Beispiel in Bürogebäuden erhöht sich dadurch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Das ist für Arbeitnehmer und Arbeitgeber gleichermaßen wichtig. Oder ein anderes Beispiel aus der Kategorie der Startups: der Sieger präsentierte eine Lösung, die Hausbewohnern Einbruchschutz und Datensicherheit bietet.

Wie viele Bewerbungen gingen dieses Jahr ein?

In diesem Jahr waren es über 100 Bewerbungen, die wir überhaupt zugelassen hatten. Das heißt, wir nehmen keine Bewerbungen an, die nicht unseren Bedingungen entsprechen. Zum Beispiel sind in der Kategorie der Startups keine Unternehmen zugelassen, die lediglich eine neue Abteilung gründen. Dennoch halten wir uns eine gewisse Flexibilität offen. So reichten in der Kategorie „Beste studentische Leistung“ zwei Schüler einer 11. Klasse eine Arbeit ein, die das Niveau vieler Bachelor- und Masterarbeiten überstieg. In diesem Fall waren wir der Meinung, dass diese Gymnasiasten gefördert werden müssen. Außerdem erreichten uns auch Bewerbungen aus Österreich und der Schweiz mit Produkten und Objekten, die richtungsweisend sind.

Sie können also mittlerweile auswählen. Wie war das vor fünf Jahren?

Am Anfang waren wir zufrieden, wenn es 30 Bewerber gab. Das lag natürlich auch daran, dass der Award längst noch nicht so bekannt war. Es gab in den ersten zwei bis drei Jahren zudem nur wenige Einreicher in der Kategorie „Bestes realisiertes Objekt“, weil sich die smarten Technologien eben erst langsam auf dem Markt zu etablieren begannen.

Die Preisträger der SmartHome Deutschland Awards

„Bestes Produkt, System oder Lösung“

1. Platz: „Water goes wireless“ – Wassermanagement SYR Connect I Hans Sasserath GmbH & Co. KG

2. Platz: „Loxone – Intelligent Wohnen ohne Cloud“ I Loxone Electronics GmbH

3. Platz: „Busch-free@home®“– Haussteuerung einfach wie nie I BUSCH-JAEGER

„Bestes realisiertes Projekt“

1. Platz: „Nutzerorientierte Gebäudetechnik im Firmengebäude“ I Elsner Elektronik GmbH

2. Platz: Das Hummel Systemhaus Smart Building I HUMMEL Systemhaus GmbH & Co. KG

3. Platz: Ferienpark Winterberg – Buchungssystem steuert Heizung I NTT GmbH

„Bestes Start-Up Unternehmen“

1. Platz: CorDev GmbH, Zertifikat „Protected Privacy“

2. Platz: ZP Zuhause Plattform GmbH – Urbaner Wohnraum wird smart

3. Platz: Betterspace GmbH, „Better Hotel“ – Die intelligente Heizungssteuerung

„Beste studentische Leistung“

1. Platz: Humanoide Roboter als Assistenzen im Smart Home und in der Pflege
Tilman Bock, TH Wildau

2. Platz: Das automatisierte Zimmer – auch beeinträchtigt besser leben
Christoph Sieland und André Lücking, Gymnasium Steinheim

3. Platz: Virtueller Showroom für Smart Home Einsteiger & Interessierte
Annika Placke und Xiaoyu Wang, Universität Siegen

Weitere Artikel zu: