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[ Editorial ]

Wir vermissen die Kulturbauten

Kulturbauten strahlen das Selbstverständnis und den Stolz einer Gesellschaft aus.

Dr. Brigitte Schultz ist Chefredakteurin des Deutschen Architektenblatts.

Wie haben wir sie vermisst, die Kultur! Nach einem Jahr des Ausnahmezustands lechzen unsere Köpfe nach Anregung, Überraschung und Ablenkung. Ganz zu schweigen von den Kulturschaffenden selbst, die schwer unter dem Berufsverbot leiden. Je länger dieser Zustand anhält, desto mehr frage ich mich: Ist Kultur wirklich nicht systemrelevant? Rein architektonisch scheint die Sache klar: Seit Jahrhunderten spiegeln sich in den Bauten, die für den Kulturgenuss errichtet werden, das Selbstverständnis und der Stolz ganzer Gesellschaften. Nicht selten sind kulturelle neben religiösen Bauten das, was von vergangenen Zivilisationen übrig bleibt und von deren Kultur (sic!) berichtet.

Kulturbauten mit unterschiedlichen Geschichten

In diesem Sinne richten wir in dieser schweren Zeit für alle Kulturliebhaber den Blick auf drei herausragende zeitgenössische Kulturbauten, die sehr unterschiedliche Geschichten erzählen: Das Sauerland-Museum in Arnsberg verbeugt sich vor seinem historischen Pendant und ist schnell selbstverständlicher Teil der Umgebung geworden. In der legendären Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“ dagegen treffen Alt und Neu höchst ungewöhnlich aufeinander. Die Stuttgarter John Cranko Schule wiederum gibt sich klassisch-puristisch wie der Tanzstil, der in ihren Sälen perfektioniert wird. Wer schon einmal die Füße einer Ballerina gesehen hat, weiß, welche Schmerzen hier für die Zuschauer auf sich genommen werden. Bleibt zu hoffen, dass wir bald wieder ein bisschen von diesem Einsatz mit unserem Applaus werden zurückzahlen können.

Dr. Brigitte Schultz, Chefredakteurin

Die Beiträge finden Sie in unserem Schwerpunkt Kulturell

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