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[ Corona-Tagebuch #15 ]

Durchhalten im digitalen Semester!

Schwimmbäder werden bald wieder geöffnet – Hochschulen dagegen nicht. Aber vielleicht ist es ja richtig, dieses Semester komplett digital durchzuziehen. Nur dann kann man abschließend beurteilen, was man beibehalten sollte und was nicht

Digitales Architekturstudiium in Corona-Zeiten
Wann die Hochschulen wieder öffnen, ist weiter unklar. Aber vielleicht ist es ohnehin besser, jetzt das ganze Semester digital durchzuziehen.

Von Fabian P. Dahinten

Cafés, Restaurants, Fitnessstudios … Und bald öffnen sogar die Schwimmbäder wieder. Aber was machen die Hochschulen? Sie kündigen jedenfalls keine Lockerungen an. Aber wieso nur? Architektur braucht doch den direkten Austausch und die Kommunikation von Angesicht zu Angesicht. Also warum machen die Schwimmbäder vor den Hochschulen wieder auf?

Ich habe natürlich direkt mal bei mir am Fachbereich nachgefragt, wie es denn aussieht mit Lockerungen und der Rückkehr zur Präsenz an der Hochschule. Klar, unter den Hygienebedingungen und den nun eingeübten Abstandsregeln. Doch die Antwort lautete: „Wir ziehen das Semester präsenzfrei durch. Nur bei ganz wenigen Prüfungen werden wir Ausnahmen machen.” So eindeutig hat der Fachbereich meine Rückfrage beantwortet. Und von befreundeten Kommiliton*innen andernorts höre ich: Ähnlich sieht es auch bei der OTH Regensburg, an der TU München, an der FH Münster und an der Universität Innsbruck aus.

Es wird der beste Weg sein, das ganze Semester über online zu bleiben

Ich frage mich schon ein bisschen, weshalb diese Antwort so klar ausfällt. Immerhin höre ich von Lehrenden und Studierenden immer häufiger, wie anstrengend die vielen Videokonferenzen sind. Wie schmerzlich alle die direkten Begegnungen und zu guter Letzt auch „ihre“ Gebäude vermissen.

Allerdings: Je länger ich darüber nachdenke, desto vernünftiger klingt die Strategie mittlerweile für mich. Die Umstellung auf Online hat viel Kraft gekostet, und nun zurückzustellen, verlangt auch wieder Kraftaufwand – und für die eigentliche Architektur bleibt dann nicht mehr viel an Energie. Vor allem, da auch eine Verschärfung der Einschränkungen ja immer noch nicht ausgeschlossen ist.

Es dürfte also tatsächlich der beste Weg sein, das ganze Semester über online zu bleiben. Zumal sich auch alles gerade etwas eingeruckelt hat. Die Anfangs-Chaosphase ist überwunden, und alle haben sich den Inhalten mit großem Einsatz gewidmet. Denn um nach Corona zu beurteilen, was sich lohnt beizubehalten und was nicht – das kann man doch erst richtig bewerten, wenn man es einmal komplett durchgezogen hat!

 

Hier findet ihr alle Einträge im Corona-Tagebuch von Katharina und Fabian.


Fabian P. Dahinten und Katharina Körber studieren Architektur an der Hochschule Darmstadt. Im Wechsel schreiben sie für das DAB dieses Corona-Tagebuch

Und wie sind eure Erfahrungen als Architektur-Studierende oder -Lehrende? Wie reagiert ihr auf die Krise? Was macht die aktuelle Situation mit euch und der Lehre? Hinterlasst uns einen Kommentar auf dieser Seite oder schreibt uns unter DAB-leserforum@planetc.co

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