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[ Editorial ]

Räume zum Leben

Architektur muss für besondere Lebenssituationen besondere Kraft entfalten: für das Leben in Gemeinschaft, das Leben ohne Obdach und erst Recht am Ende des Lebens

Dr. Brigitte Schultz ist Chefredakteurin des Deutschen Architektenblatts.

Das Leben ist nicht immer lustig. In den von uns geplanten und gebauten Räumen wird nicht nur gelacht und geliebt, sie werden nicht nur von den Attraktiven und Kreativen bevölkert, die so gerne in Renderings kopiert werden. Hier wird auch gelitten, gestritten und gestorben. Gute Architektur hält das aus – mehr noch, sie reicht eine helfende Hand, macht sich zur Komplizin auch der Schwachen und fordert im besten Fall von den Betrachtenden Respekt ein für ihre Nutzerinnen und Nutzer.

In diesem Sinne widmen wir dieses Heft all jenen, die voller Lebensfreude die weniger glamourösen Bauaufgaben angehen. Ein Hospiz zu bauen, ist sicher nicht das Lukrativste – aber es bringt den Planenden, wie der Berliner Architekt Alexander Gyalokay berichtet, durch die Fokussierung auf das wirklich Wesentliche wieder nah an das Herz seines Berufs.

Das gilt auch für den Bau von würdevollen Notunterkünften, die für die wachsende Zahl von Wohnungslosen dringend gebraucht werden. Doch bis ein architektonisch selbstbewusster Leuchtturm wie die Frankfurter Unterkunft realisiert werden kann, dauert es Jahre. Vor allem wegen der Befürchtungen der Nachbarn – die sich noch in keinem Projekt bewahrheitet haben, wie der Wiener Architekt Alexander Hagner betont, der sich seit Langem für innovative Projekte wie das VinziDorf für Wohnungslose engagiert.

Es ist wie überall: Wenn man sich erst einmal kennenlernt, werden Vorurteile abgebaut und alle Seiten profitieren. Dass dieser gesellschaftliche Zusammenhalt immer mehr Menschen wichtig wird, zeigt auch die steigende Nachfrage nach gemeinschaftlichen Formen des Zusammenlebens. Was dabei zu beachten ist, berichtet Pionier Norbert Post im großen Interview.

Alle Beiträge zum Thema finden Sie in unserem Schwerpunkt Leben

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