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Mehr Sicherheit planen

Alarmanlagen in Wohnhäusern haben Konjunktur – Architekten können Bauherren beraten.

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Schön und sicher: Bewegungsmelder können in ihrem Design dem Stil der Inneneinrichtung angepasst werden.

Text: Timm Schütz

Die seit fast zehn Jahren steigenden Einbruchzahlen haben bei Bauherren von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnanlagen das Bedürfnis nach mehr Sicherheit deutlich erhöht. Neben baulichen Vorkehrungen, wie einbruchhemmende Fenster und Türen, werden verstärkt zusätzliche Maßnahmen, wie Sicherheitstechnik und eine zugehörige Beratung durch den Architekten, gewünscht. Doch da Wohnprojekte keine Sicherheitskonzepte erfordern, kommt der Gebäudeschutz im privaten Bereich oft zu kurz. Dabei ist seine frühzeitige Einbindung bereits während der Planung wichtig; spätere Nachrüstungen können aufwendiger und teurer sein.

Das gilt auch für Alarmanlagen, die immer mehr Bauherren installieren möchten. Allerdings hält nicht jedes Produkt, was es verspricht – das Spektrum reicht von Billigangeboten aus dem Baumarkt bis zu hochpreisigen Profilösungen. Das Problem dabei ist, dass es praktisch keine einheitlichen Sicherheitsstandards für Alarmanlagen privat genutzter Gebäude gibt. Dadurch lässt sich die Qualität nicht vergleichen. Jeder Hersteller entscheidet selbst, welche Standards er setzt. Nicht selten auf Kosten der Architekten, Planer und ihrer Kunden.

Gütesiegel gegen Sicherheitslücken

Wie schwerwiegend die fehlenden Standards sind, belegt Stiftung Warentest (Heft 06/13). „Entweder klaffen böse Sicherheitslücken oder die Handhabung ist zu kompliziert – oder beides“, lautet das Urteil über getestete Anlagen-Sets zum Selbsteinbau. Kurios dabei: Auch bei geöffnetem Fenster war das Scharfschalten mehrerer Anlagen möglich. Die Alarmzentrale in einem der Sets ließ sich problemlos von der Wand nehmen. Im Falle eines Einbruchs hätte sie der Täter also gleich mitnehmen können.

Auf der sicheren Seite sind Architekten nur, wenn sie bei der Sicherheitstechnik mit einem von der VdS-Schadenverhütung zertifizierten Alarmanlagen-Hersteller zusammenarbeiten, der garantiert, dass seine Produkte die strengen Qualitätsstandards des Zertifizierers erfüllen. Nicht nur einzelne Sicherheitskomponenten, wie Bewegungsmelder und Zutrittskontrollleser, sollten zertifiziert sein, sondern auch das Gesamtsystem. Es muss 365 Tage im Jahr rund um die Uhr verlässlich bei Einbruch oder Brand Alarm schlagen. Bei der Auswahl des Fachunternehmens ist entscheidend, dass nicht nur die Sicherheitstechnik den strengen Qualitätsstandards entspricht. Daher sollte auch das installationstechnische Know-how der ausführenden Firma zertifiziert sein, etwa ebenfalls durch den VdS.

Fachwissen sammeln

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Rundum-Überwachung: Per Smartphone lassen sich Einbruch- und Brandschutz via App aus der Ferne steuern.

In Seminaren zu Einbruch- und Gefahrenmeldetechnik können sich Architekten über den Gebäudeschutz umfassend informieren (Link siehe unten). Die Kurse sind kostenlos und teilweise von Architektenkammern anerkannt. Die Teilnehmer lernen, wie Sicherheitskonzepte unter Berücksichtigung nationaler und europäischer Richtlinien zu projektieren sind. Anschließend werden die Kenntnisse an Fallbeispielen angewendet.

Gebäudeschutz gehört von Anfang an in die Planung des Objekts. Zum Beispiel lassen sich Leerrohre für die Kabel der Alarmanlage gleich in der Konzeption berücksichtigen und können im Rohbau installiert werden. Es entfällt das nachträgliche, oft aufwendige und teure Verlegen von Verbindungsleitungen. Neben den technischen Komponenten spielt häufig auch das Design eine Rolle. Wird die Anlage bereits bei der Hausplanung berücksichtigt, können Farben und Materialien der sichtbaren sicherheitstechnischen Komponenten, wie Bewegungsmelder, bereits im Vorfeld mit der Inneneinrichtung abgestimmt werden. Bei einer grundlegenden Modernisierung von Wohnhäusern kann Sicherheitstechnik nachgerüstet werden. Hier bieten sich Funkkomponenten an, die sich kabellos mit der Alarmanlagen-Zentrale verbinden lassen.

Als besonders zukunftsfähig gelten zertifizierte Sicherheitslösungen mit integrierter Smart-Home-Funktion. Garagentore, Rollläden, Beleuchtung, Heizung bis hin zur Teichpumpe können, wie auch die anderen Funktionen der Alarmanlage, über das Touchbedienteil im Gebäude oder per App mit dem Smartphone oder Tablet aus der Ferne gesteuert werden.
Bauherren sollten auch darüber informiert werden, dass immer mehr Hausratversicherungen bei Einbau einer fachmännischen Sicherheitstechnik einen Prämiennachlass bis zu zehn Prozent gewähren. Einige Bundesländer und die KfW-Bank fördern unter bestimmten Voraussetzungen sogar den Einbau von Alarmanlagen.

Hilfe bei der Planung

Um Architekten bei der Planung von Einbruch- und Brandschutz zu unterstützen, gibt es etwa bei Telenot eine eigene Expertenabteilung. Diese übernimmt die Konzeption von Sicherheitslösungen. Die wichtigsten Daten werden mit speziellen Checklisten erfasst. Diese gehen mit den Grundrissplänen und Kontaktangaben an das Planungsteam. Wer Sicherheitstechnik selbst plant, findet in der neuen Version der Projektierungssoftware für Gebäudetechnik DDS-CAD erstmals eine Artikeldatenbank für Sicherheitstechnik. Mehr als 1.400 Telenot-Produkte können ausgewählt werden, etwa Magnetkontakte und Rauchwarnmelder. Über die IFC-Schnittstelle können mittlerweile auch die meisten Architektur-CAD-Systeme mit DDS-CAD BIM-Daten austauschen.

Timm Schütz ist Schulungsleiter und Sicherheitsexperte beim Alarmanlagen-Hersteller Telenot in Aalen.

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Bundesweite Aufklärungs-Kampagne:
Unter dem Motto „Wir machen Deutschland sicher“ will Telenot im Schulterschluss mit der Präventionsinitiative ­„K-EINBRUCH” Architekten, Planer und Bauherren für mehr Sicherheit und zuverlässige Technik sensibilisieren. Das eigens entwickelte Siegel „Objekt gesichert“ für die Fassade macht deutlich, dass die installierte Telenot-Anlage höchsten Standards entspricht.


INFORMATIONEN IM INTERNET UNTER:
www.wir-machen-deutschland-sicher.de

SICHERHEITSSEMINARE UNTER:
www.telenot.com/de/schulungen/schulungsuebersicht

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