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[ Umwidmung ]

Skatepark im Sakralbau

Asturien ist eine regenreiche Gegend. Darum kamen ein paar Freunde aus dem Ort Llaneras nahe Oviedo auf die Idee, in einen seit Jahrzehnten verwaisten Sakralbau einen Indoor-Skatepark zu bauen. Sie gründeten das Kollektiv Church Brigade, sammelten online Geld und starteten ein Projekt, das nun weltweit Aufmerksamkeit findet – nicht nur in der Rollbrettszene.

Das Wichtigste zuerst: Junge Skater bauten eine Halfpipe in die verwaiste Kirche. Dieses Foto sah ein Madrider Straßenkünstler – und nahm sich die kahlen Wände der Kirche mit zahlreichen Sprühdosen vor. (Foto: Church Brigade)
Das Wichtigste zuerst: Junge Skater bauten eine Halfpipe in die verwaiste Kirche. Dieses Foto sah ein Madrider Straßenkünstler – und nahm sich die kahlen Wände der Kirche mit zahlreichen Sprühdosen vor. (Foto: Church Brigade)

Die Kirche Santa Barbara wurde 1912 erbaut. Als die benachbarte Munitionsfabrik nach dem Ende des Spanischen Bürgerkriegs geschlossen wurde, blieben die Kirchgänger aus. Das Gotteshaus wurde dem Verfall überlassen. Als Fernández Rey das Gebäude entdeckte, hatte er zunächst den Plan, dort ein Unternehmen anzusiedeln. Doch der wirtschaftliche Niedergang Spaniens bewog ihn zum Umdenken. Der passionierte Skater setzte indes ein Crowdfunding-Projekt auf und zimmerte mit den Mitgliedern seiner Church Brigade eine Rampe in den Kirchenraum. Und weil das Geld weiter floss, entstand im Laufe der Jahre ein kleiner Skatepark: der Kaos Tempel.

Der Straßenkünstler Okuda San Miguel aus Madrid sah ein Foto des sakralen Skatebetriebs und blätternden Putz an kahlen Kirchenwänden. Er kontaktierte das Kollektiv, um ein Kaleidoskop geometrischer Formen und bunter Figuren an die hohen Decken und Wände sprühen zu dürfen. Das von einem Brausefabrikanten finanzierte Ergebnis kann sich sehen lassen. Eine Bildstrecke auf dem Portal Designboom zeigt die gesprayten Wandbilder im Detail.

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