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[ Messeneuheiten ]

BIM im Programm

Die Software-Branche hat auf der Messe BAU BIM-Neuheiten, die mit verbesserten Schnittstellen zur Mengenermittlung oder zur Kostenplanung punkten. Auch der Weg zum Rendering wird kürzer

Von Marian Behaneck

Neues CAD für BIM

Am meisten BIM boten die Hersteller von CAD-Programmen. So unterstützt die Version 2019 der Open-BIM-Software von Allplan Deutschland die neue BIM-Schnittstellen-version IFC4. Das soll die Zusammenarbeit an Open-BIM-Projekten verbessern, ebenso wie die cloudbasierte BIM-Plattform Bimplus für das disziplinübergreifende Management von BIM-Modelldaten, Informationen, Dokumenten und Aufgaben (www.allplan.com). Mit Vectorworks „Architektur 2019“ von Computerworks können Planer die Plandarstellung von 3D-Symbolen und 3D-BIM-Objekten sowie von Ansichten individuell steuern. Neben Standard-Bauteilen lassen sich nun auch Sonderbauteile individuell modellieren und mit IFC-Daten ergänzen. Auch der IFC-Export und die Mengen- und Kostenermittlung nach DIN 276 wurden automatisiert und erweitert (www.vectorworks2019.eu).

Das Visualisierungsprogramm „Lumion“ von Cycot enthält jetzt über 5.000 Objekte und 1.000 Materialien. Mit der Funktion LiveSync lässt sich über die Planungssoftware „Rhino 6“ eine Echtzeitverbindung zu Lumion 9 aufbauen. Alle Gebäudemodelle können in einen urbanen Kontext eingefügt werden (www.cycot.de). „Arcon Evo“ von Elecosoft vereint 2D-/3D-CAD und Rendering in einem Produkt. Mit dem integrierten Reporting-Tool lassen sich Flächenberechnungen nach DIN 277, II.BV, WoFlV und Kostenschätzungen gemäß DIN 276 erzeugen. Mit dem „arcon-WebViewer“ können Projekte betriebssystem-unabhängig betrachtet werden. IFC- und STL-Schnittstellen ermöglichen Open-BIM-Planungen und 3D-Drucke (www.elecosoft.de).

Vorgestellt wurden auch die OPEN BIM-Analyseergebnisse zum Zusammenspiel von Archicad-BIM-Modellen und der Mengenermittlung in AVA-Programmen unterschiedlicher Hersteller: Im Vergleich zur händischen Referenzberechnung waren die Ergebnisse mit Abweichungen zwischen +/- 0,05 und +/- 0,85 Prozent praktisch identisch (www.elecosoft.de). Die Echtzeitvisualisierung aller mengen- und baukostenbezogenen Berechnungen soll die CAD-Planung mit „Cadder“ von Reico vereinfachen. Auch Änderungswünsche sollen sich schneller realisieren und durchrechnen lassen. Mit der Tablet-Version lassen sich Änderungen per Finger oder Stift vornehmen, Aufmaße mobil erfassen oder prüfen (www.reico.de). Trimble war erneut mit Soft- und Hardwarelösungen für Planer und Bauausführende vertreten: mit der neuen Version von „SketchUp Pro“ für die 3D-Modellierung, mit Mixed-Reality-Brillen für die Präsentation, mit BIM-/CAD-Lösungen für den Stahlbau und die Gebäudetechnik sowie mit 3D-Aufmaßsystemen für die Bestandserfassung (www.trimble.com).

BIM in der AVA-Software

Die Verknüpfung von BIM-Modellen mit der AVA-Software stand auch auf der diesjährigen BAU im Fokus. So wurden beispielsweise in der neuen Version 22 von Buildup die BIM-Schnittstelle und das Bautagebuch erweitert. Das IFC-Importmodul enthält eine verbesserte Darstellung von IFC-Dateien und ein erweitertes Importprotokoll. Das Modul AVA wurde um eine LV-Prüfung, das Modul HOAI um die Funktion Mahnwesen ergänzt (www.bauer-software.de). G&W Software ermöglicht mit dem erweiterten Modul BIM2AVA von „Cali-fornia.pro 10“ eine Kostenplanung in einer frühen Planungsphase über standardisierte Raumtypen. Damit soll die Kostenplanung von Bauprojekten mit vielen Räumen gleicher Ausstattung rationalisiert werden. Für die Objekt-überwachung bietet California.pro 10 neben der automatischen Prognose jetzt auch die Möglichkeit zur Erfassung individueller Prognosemengen (www.gw-software.de).

Mit „Nevaris“ von Nevaris Bausoftware lassen sich mobil erfasste Daten für die Bauprojektdokumentation auswerten. Erweitert wurde die LV-Erstellung aus mehreren Gewerken und Kostenelementpositionen. Attribute von in der Software bearbeiteten 3D-Bauteilen lassen sich nun in das CAD-Modell zurückschreiben. Neu ist auch die Erstellung von Projektstrukturplänen aus BIM-Daten für das Controlling und die Terminplanung (www.nevaris.com). Nova Building IT, Anbieter cloudbasierter AVA-Software, und Graphisoft haben ihre Programme „NOVA AVA BIM“ und „Archicad“ mithilfe des Open-BIM-Standards kompatibel gemacht. Damit steht das 3D-Modell in allen Komponenten der cloudbasierten AVA- und Baukostenmanagement-Lösung NOVA AVA BIM zur Verfügung (www.avanova.de). „Orca AVA 23“ von Orca Software unterstützt den neuen BIM-Schnittstellenstandard IFC4. In der Orca-IFC-Mengenübernahme können CAD-Layer nun auch über Filter visualisiert werden. Bauteilattribute werden über CAD-IFC-Exporteinstellungen bestimmt und in der IFC-Mengenübernahme für jedes Bauteil nach verschiedenen Kriterien gruppiert angezeigt. Eine IFC-Diagnose protokolliert Unstimmigkeiten (www.orca-software.com).

Sidoun International offeriert mit „Global BIM“ (G-BIM) der AVA-Software „Sidoun Globe“ eine Alternative zur IFC-Schnittstelle. Da das Modul die Datenbasis der CAD-Soft-ware nutzt, ist keine Datenduplizierung notwendig. Sind alle Geometrien und Qualitäten im CAD erfasst, generiert G-BIM das BIM-kon-forme Gebäudemodell, inklusive Mengen in nachvollziehbarer und VOB-gerechter Form. Integriert wurde auch der Online-Dienst DBD-BIM (www.sidoun.de).

Marian Behaneck ist freier Journalist in Jockgrim (Pfalz)

 

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