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[ Messeneuheiten ]

Neues in der AVA-Software

Die Messehalle C5 auf der BAU 2019 widmet sich ganz der Software. Mit dabei sind auch Anbieter von AVA-Programmen, die verstärkt auf Digitalisierung und BIM ausgerichtet sind. Wir haben vorab für Sie die wichtigsten Neuheiten zusammengestellt.

Von Marian Behaneck

Die „Avanti 2018“, die AVA- und Kostenmanagement-Software von Softtech, wird inzwischen auch unter dem BIM-Label vermarktet. Die aktuelle Version übernimmt Mengen aus Gebäudemodellen – entweder über eine bidirektionale Anbindung mit den CAD-Programmen Spirit und Autodesk Revit oder über die IFC-Schnittstelle mit anderen CAD-Programmen. Baukosten lassen sich über den sogenannten BIMcube nach DIN 276 schätzen oder über den BKI-Kostenplaner ermitteln, anschließend in die AVA-Software einlesen und dort für die weitere Kostenverfolgung verwenden.
[ Stand C5.318 ]

„AVA 2018“ von Bechmann geht ebenfalls den nächsten Schritt in Richtung BIM. Beim IFC-Modellimport werden die einzelnen, mit der jeweiligen LV-Position verknüpften Bauteile stets grafisch angezeigt, dokumentiert und damit nachvollziehbar gemacht. Sogenannte Stammprojekte berücksichtigen CAD-spezifische Besonderheiten und sorgen für eine VOB-konforme Auswertung von Brutto-/Nettoflächen und Längen, die auch in der Abrechnungsphase eine transparente Kontrolle der verbauten Mengen ermöglicht. Ein neuer, zertifizierter GAEB-Datenaustausch unterstützt das GAEB-XLM-3.3-Datenformat.
[ Stand C5.329 ]

Zur aktuellen Version „BuildUp22“ von Bauer Software gehört unter anderem eine BIM-Anbindung an Archicad von Graphisoft per IFC. So schreibt die CAD-Software jetzt bei Elementen, die aus unterschiedlichen Schichten bestehen, generell alle verfügbaren Werte heraus. Damit ist es möglich, sowohl Rohbau- als auch Ausbau-Mengen anhand einer IFC-Datei zu ermitteln. BuildUp 22 erfüllt zudem die GoBD-Grundsätze für eine steuerrechtskonforme IT-Buchhaltung bei der Erstellung von Honorar-Rechnungen.
[ Stand C5.225 ]

G&W Software ermöglicht mit dem erweiterten Modul „BIM2AVA“ von California.pro 10 eine Kostenplanung in früher Planungsphase über standardisierte Raumtypen. Damit können Planer typische Kostendaten automatisiert zuordnen, auch wenn das 3D-Modell noch wenige Details enthält. Das rationalisiert die Kostenplanung von Bauprojekten mit vielen Räumen gleicher Ausstattung. Zudem können Baukosten automatisch sortiert nach Bauwerksmodell und Gewerken aus dem BIM-Modell generiert werden. Für die Objektüberwachung bietet California.pro 10 neben der automatischen Prognose jetzt auch die Möglichkeit zur Erfassung individueller Prognosemengen.
[ Stand C5.119 ]

AVA-Softwarehersteller Cosoba hat mit der STLB-Bau-Online-Schnittstelle die Funktionspalette von „AVA.relax“ erweitert. Damit stehen rund eine Million Ausschreibungstexte des STLB-Bau nun auch online zur Verfügung. Die Texte sind stets aktuell, VOB-/DIN-konform und technisch stimmig. Außerdem wurde die Software dem CAD-Programm Archicad angepasst und eine Open-BIM-Schnittstelle geschaffen. Das Ergebnis sind nachvollziehbare Massen- und Kostenermittlungen mit vollständiger Kalkulation.
[ Stand C5.300 ]

Auch Nova Building IT, Anbieter cloudbasierter AVA-Software, und Graphisoft haben ihre Programme NOVA AVA BIM und Archicad mithilfe des Open-BIM-Standards kompatibel gemacht. Damit steht das 3D-Gebäudemodell in allen Komponenten der cloudbasierten AVA- und Baukostenmanagement-Lösung zur Verfügung, einschließlich der Abrechnung mit Aufmaß- und Nachtragsmanagement und der projektbezogenen Kostenanalyse. Das soll einen durchgängigen BIM-Prozess ermöglichen, den Zeitaufwand für die Bearbeitung und das Controlling reduzieren, die Genauigkeit erhöhen sowie die Fehleranfälligkeit minimieren.
[ Stand C5.233 ]

Die Version „AVA 23“ von ORCA Software unterstützt den neuen BIM-Schnittstellenstandard IFC 4. Eine neue Geometrie-Sicht für Wände, Decken und Fundamente liefert raumübergreifende Maße, beispielsweise von Innenwandflächen für Malerarbeiten. In allen Sichtweisen werden für Flächen mit Öffnungen nun Brutto-, Netto- und VOB-Maße angegeben. Für Fenster und Türen können optional ausschreibungsrelevante Bauteileigenschaften tabellarisch dargestellt werden. In der IFC-Mengenübernahme können CAD-Layer nun auch über Filter visualisiert werden. Bauteilattribute werden über CAD-IFC-Exporteinstellungen bestimmt und in der IFC-Mengenübernahme für jedes Bauteil nach verschiedenen Kriterien gruppiert angezeigt. Eine IFC-Diagnose protokolliert Fehler und Unstimmigkeiten.
[ Stand C5.616 ]

Sidoun International will mit dem neuen Modul Global BIM (G-BIM) der AVA-Software „Globe“ eine praxistaugliche Alternative zur IFC-Schnittstelle bieten. Planer erfassen wie gewohnt in ihrem CAD-Programm alle Bauwerksdaten, Globe G-BIM synchronisiert parallel dazu die Daten in Echtzeit – ohne Konvertierung, Datenübertragung oder IFC-Schnittstelle. Da das Modul auf einer ge­meinsamen Datenbasis mit der CAD-Software arbeitet, ist keine Datenduplizierung notwendig, was Zeit spart und Fehler vermeidet. Sind alle Geometrien und Qualitäten im CAD erfasst, wird das BIM-konforme Gebäudemodell generiert, inklusive Mengen in nachvollziehbarer und VOB-gerechter Form.
[ Stand C5.431 ]

Marian Behaneck ist freier Fachjournalist in Jockgrim (Pfalz)


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