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[ Meldungen ]

Von einer neuen Ortsmitte, einer erfolgreichen Baugruppe, von Windkraft und Wasserwacht

Von einer neuen Ortsmitte, einer erfolgreichen Baugruppe, von Windkraft am Haus und der richtigen Kostenschätzung: die Meldungen der Ausgabe.

Das neue Rathaus in Bissendorf

Neues Zentrum

Viele kleine Gemeinden wollen wieder ihre Ortsmitten beleben und bauen sogar neu. So auch Bissendorf bei Osnabrück, wo blocher partners aus Stuttgart ein Rathaus und einen Bürgersaal planten. Diese treten am Kirchplatz als zwei Einzelhäuser in Erscheinung: Der Bürgersaal greift mit seinem steilen Satteldach und dem großen Giebelfenster die Typologie des niederdeutschen Hallenhauses auf. Einer Scheune gleich, ist im Inneren das Holztragwerk zu sehen. Das Rathaus daneben wirkt mit seinem flacheren Satteldach und den quadratischen Fenstern zeitgenössischer. Dass man hier nur die Giebelseite eines sehr langen Baukörpers für die Stadtverwaltung sieht, erschließt sich erst beim Blick um die Ecke.

Die Rückseite des Rathauses

Die besten Berliner

„Berlin erlebt seine nächste Gründerzeit“, stellt der Klappentext fest. Und die ist sehr vielfältig, vereint Altes und Neues, Wohnen und Wissenschaft, Handel und Kultur, aber auch Freiräume. Zu finden ist diese Auswahl der neuesten Berliner Architektur-Highlights (oder von Berliner Büros anderswo geplanter) im Jahrbuch „Architektur Berlin“, das die Architektenkammer Berlin nun bereits zum sechsten Mal herausgegeben hat. Jedes Themenfeld wird durch ein Essay eingeleitet, etwa zu Bezirksbibliotheken, Zoos oder zur bisweilen merkwürdigen Berliner Hausnummerierung. Das Buch ist bei Braun Publishing erschienen und kostet 29,90 Euro. Die Bewerbung von Projekten für das nächste Jahr ist noch bis 15. Juni möglich auf: www.ak-berlin.de

Raum und Gesundheit

Am 12. Mai veranstalten die Bayerische Architektenkammer und die Bayerische Landesärztekammer in München die Fachtagung „Raum und Gesundheit“. Architekten, Innenarchitekten und Ärzte diskutieren dabei über die Neuorganisation von Praxis- und Behandlungsräumen, etwa im Hinblick auf das barrierefreie Bauen. Es wird aber auch darum gehen, wie Atmosphären geschaffen werden, in denen sich Patienten wohlfühlen und Angestellte gerne arbeiten. Die Veranstaltung ist kostenlos.

Mehr Informationen und Anmeldung unter: www.akademie.byak.de

Richtigstellung

Wir berichteten hier über eine neue Sporthalle im bayerischen Haiming. Leider wurden die Verfasser nicht korrekt angegeben. Für die Planung war eine Arge aus dem Ingenieurbüro Harald Fuchshuber und Fischer Multerer Architekten (heute Almannai Fischer) verantwortlich. Entwurfsverfasser sind Harald Fuchshuber und Florian Fischer.

Alles im Blick

An der Böschung des Lerchenauer Sees in München baute das örtliche Architekturbüro kunze seeholzer eine neue Station für die Wasserwacht. Im Sockel aus Stahlbeton befindet sich die Bootsgarage. Darüber wurde in Holzständer-Bauweise die Station mit ihren Diensträumen errichtet. Durch eine große Glasfront oder von der davor liegenden Loggia aus kann der See beobachtet werden. Ist die Station nicht in Betrieb, wird die Eingangsseite mit einer verschiebbaren Lamellenwand verschlossen.

Das Haus als Windkraftwerk

Kleine Windturbinen auf Häusern werden immer beliebter, beeinträchtigen sie doch die Landschaft kaum und tragen direkt zum Energiehaushalt des Gebäudes bei. Auch können herbst- und winterliche Versorgungslücken bei der Solarenergie aufgefangen werden. Damit sich Planer und Hausbesitzer auf dem neuen, aber schon unübersichtlichen Markt zurechtfinden, gibt es jetzt einen Marktreport. Darin werden 86 Windradtypen von 32 Herstellern unter die Lupe genommen und die Rahmenbedingungen von Bauordnungen und Erneuerbare- Energien-Gesetz erläutert. Der Bericht hat 193 Seiten und kostet 38,99 Euro.

Mehr Informationen: www.klein-windkraftanlagen.com

Geschäftslage gut wie nie

Nach den Umfrageergebnissen des ifo Instituts hat das Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten zu Beginn des ersten Quartals 2017 einen neuen Höhepunkt erreicht, der sogar die bisherige Bestmarke von 1990 übertrifft. Über die Hälfte der Architekten war mit der Geschäftslage zufrieden, nur jeder elfte empfand sie als schlecht. 20 Prozent erwarten sogar, dass die Lage noch besser wird, und nur 8 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung. Das geschätzte Bauvolumen aus neu abgeschlossenen Verträgen im vierten Quartal 2016 liegt satte 70 Prozent über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Einen Großteil davon macht der Wohnungsbau aus: So stiegen die Aufträge für Mehrfamilienhäuser in den drei vorangegangenen Quartalen um 130 Prozent und legten nun noch einmal leicht zu. Nach einer Schwächephase wurden auch wieder mehr Ein- und Zweifamilienhäuser beauftragt, besonders in Ostdeutschland.
Erich Gluch

Kasseler Charta

Die Stadt Kassel hat eine „Charta für Baukultur“ formuliert, die kein Regelwerk, sondern eine Selbstverpflichtung sein soll. Sie ist Ergebnis eines Dialogs der Stadt mit ihren Bürgern, mit Planern, Wissenschaftlern und Investoren. Dabei wird nicht nur auf Einzelbauten abgezielt, sondern auch auf den öffentlichen Raum sowie auf die Entscheidungsprozesse. „Immer sind es die Menschen, die ihre Stadt gestalten: durch ihr Engagement, ihre Entscheidungen, ihre Investitionen oder auch durch ihren Widerstand“, erklärt Stadtbaurat Christof Nolda. Die Charta soll helfen, mit Kontrasten und städtebaulichen Brüchen umzugehen, aber auch historische Strukturen und landschaftliche Bezüge zu berücksichtigen. Damit ist sie auch beispielhaft für andere Städte.

Weitere Informationen und Download finden Sie hier

Hessische Vorbilder gesucht

Das Land Hessen und die dortige Architekten- und Stadtplanerkammer haben wieder ihren Architekturpreis „Vorbildliche Bauten im Land Hessen“ ausgelobt. Teilnehmen können Planer aus ganz Deutschland; lediglich das Projekt aus den Bereichen Städtebau, Architektur, Landschafts- oder Innenarchitektur muss sich in Hessen befinden. Unter dem Titel „Kostengünstiges Bauen – qualitätvolle Lösungen bei Neubau und Sanierung“ liegt dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf der Wirtschaftlichkeit eines Projekts – allerdings nicht nur im Hinblick auf seine Erstellungskosten, sondern auch auf seine Zukunftsfähigkeit und seine Nutzungsdauer. Bei der letzten Ausgabe 2014 wurde unter anderem das Haus in der Paradiesgasse in Frankfurt am Main von Deutsche Architekten ausgezeichnet (Foto). Abgabefrist für dieses Jahr ist der 16. Juni.

Mehr Informationen unter: www.akh.de/baukultur

Baugruppenprojekt gewinnt MIPIM-Award

Das Berliner Architekturbüro zanderroth hat auf der  Immobilienmesse MIPIM in Cannes den Award in der Kategorie „Best Residential Development“ für ein Projekt im Stadtteil Friedrichshain gewonnen. Die schicken weißen Häuser gefallen mitten im linksalternativen Kiez um die Rigaer Straße sicher nicht jedem. Dabei handelt es sich hier um kein klassisches Investorenprojekt, sondern um eine Projektentwicklung, die von den Architekten selbst stammt und in Form einer Baugruppe umgesetzt wurde. Anstatt eines Blockrands mit Höfen stehen auf dem Grundstück sechs Stadthäuser mit 144 Wohnungen – zwar relativ dicht, aber mit optimalen Lichtverhältnissen für alle. Auch das flexible und modulare Grundrisskonzept dürfte die Preisjury überzeugt haben. Die Wohnungen sind an den Hausecken angeordnet und sind 52 oder 64 Quadratmeter groß. Durch Zusammenschalten entsteht eine 116 Quadratmeter große Familienwohnung.

Nutzungskosten richtig bewerten

Welche laufenden Kosten sind im Wohnungsbau je Quadratmeter zu kalkulieren? Was ist für Betrieb und Instandsetzung bei Pflegeheimen je Pflegeplatz zu veranschlagen? Wer vor solchen oder ähnlichen Fragen steht, findet Hilfe im neuen Fachbuch „Nutzungskosten Gebäude 2017/2018. Statistische Kostenkennwerte“ des Baukosteninformationszentrums
Deutscher Architektenkammern (BKI). Auf 350 Seiten können die Kosten von über 270 Objekten aus 28 verschiedenen Gebäudearten von der Sporthalle bis zur Kirche verglichen werden. Hinzu kommen Fotos, Zeichnungen und Texte. Das Buch kostet 99 Euro.

Mehr Informationen und Bestellung auf: www.bki.de

Bauliches Erbe in Mainz und Bochum

Die Bundesstiftung Baukultur widmet sich mit ihrem neuen Schwerpunktthema unserem gebauten Erbe. Im Baukulturbericht 2018/19 und auf mehreren Veranstaltungen wird thematisiert, wie Spuren verschiedener Epochen nebeneinander existieren können, was historische Gebäude für uns heute bedeuten und wie sie sich zeitgemäß nutzen lassen. Auch die Bedeutung des Denkmalschutzes und von Rekonstruktionen werden diskutiert. Die erste Baukulturwerkstatt „Historische Schichten der Stadt“ findet dazu bereits am 10. und 11. Mai im Mainzer Rathaus statt: als umstrittenes Spätwerk des Architekten Arne Jacobsen von 1974 in einer der ältesten Städte Deutschlands ein durchaus widersprüchlicher und daher denkbar passender Ort. Die zweite Baukulturwerkstatt findet am 7. und 8. September in Bochum zum Thema „Umbaukultur“ statt.

Mehr Informationen: www.bundesstiftung-baukultur.de