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Zuwachs in der Museumslandschaft

Hanglage mit Elbblick: Gerkan Marg und Partner haben sich ein Museum gebaut. (Foto: Hans-Georg Esch)
Hanglage mit Elbblick: Gerkan Marg und Partner haben sich ein Museum gebaut. (Foto: Hans-Georg Esch)

gmp-Einblick

Gerkan Marg und Partner haben Großbauten in aller Welt geschaffen und mehr als 200 Wettbewerbe gewonnen – Grund genug für das Büro, sich ein eigenes Museum zu bauen. Es steht nahe seinem Rundturm und der Villa Meinhard von Gerkans am Hamburger Elbhang, umfasst 670 Quadratmeter und ist von Meinhard von Gerkan und Volkmar Sievers geplant. Die Landschaftsplanung besorgte WES Landschafts Architektur. Im Untergeschoss sind die Modelle von gmp zu besichtigen; in zwei Etagen darüber ist Raum für Wechselausstellungen. Die erste trägt den Titel „Aus freier Hand“ und zeigt 125 Zeichnungen Meinhard von Gerkans. Die Ausstellung findet ihren Anlass in Gerkans 80. Geburtstag sowie dem 50-jährigen Bestehen des Büros und ist noch bis zum 6. September 2015 in der Elbchaussee 139a zu sehen.
Weitere Informationen über den „Architektur-Pavillon“ mit den geschwungenen Fassaden in Hanglage zwischen Elbchaussee und Museumshafen Oevelgönne finden Sie hier.

Hanse-Überblick

Zur Eröffnung des Europäischen Hansemuseum in Lübeck kam sogar die Bundeskanzlerin und lobte „ein neues Juwel, das Geschichte erlebbar macht“. Andreas Heller Architects & Designers aus Hamburg haben es entworfen. Auf dem 7.400 Quadratmeter großen Gelände im nördlichen Teil der zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Altstadt, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Burgtor und den denkmalgeschützten Hafenschuppen an der Trave, finden sich ein Neubau, das historische Burgkloster, Freianlagen und eine Grabungsstätte. Selbstverständlich dominieren Klinker; alle Fassadensteine sind in der Holzform handgepresst. Die Formensprache ist aber überwiegend modern bis auf Anlehnungen an die frühere Stadtmauer und die Lübecker Giebelhäuser. Die Ausstellung stellt Aufstieg und Niedergang der Hanse anhand ausgewählter Stationen von Nowgorod über Lübeck bis Brügge, Bergen und London dar. Nicht zuletzt weil die Bauarbeiten immer wieder für archäologische Grabungen unterbrochen werden mussten, verdoppelten sich die Baukosten von 25 auf 50 Millionen Euro. Diese stammen zum Großteil von der Lübecker Possehl-Stiftung.
Weitere Informationen über das größe europäische Museum zur Geschichte der Hanse finden Sie hier.

Wagner-Anblick

Wie soll man architektonisch antworten auf den kaiserzeitlichen Pomp der Bayreuther Villa Wahnfried? Entworfen wurde sie damals von Carl Wölfel und Wilhelm Neumann; als „neo-palladianisch“ klassifizieren sie berufene Experten. Staab Architekten aus Berlin haben jetzt das dort residierende Richard-Wagner-Museum mit einem Seitenflügel erweitert – einem langgestreckten Flachbau von schlichter Eleganz, der in der Tradition von Mies van der Rohe und Sep Ruf steht. Mit seiner Zurückhaltung hebt er den Hauptbau noch stärker hervor, statt mit ihm zu konkurrieren. Das seit 1976 bestehende Richard-Wagner-Museum hat nach dreijähriger Bauzeit mit dem Erweiterungsbau seine Dauerausstellungsflächen verdoppelt. Die Ausstellung haben hg merz architekten aus Stuttgart gestaltet. Man findet hier unter anderem Original-Handschriften in einem begehbaren Tresor und Material zur Geschichte der Bayreuther Festspiele, etwa die Sammlung der historischen Bühnenbildmodelle, Kostüme und Apparaturen aus dem Festspielhaus. Im Haus Wahnfried ist am authentisch-auratischen Ort eine Dokumentation zu Leben, Werk und Schaffen Richard Wagners zu sehen. Im Siegfried Wagner-Haus, dem Nebengebäude, das sich Richard Wagners Sohn Siegfried 1894 zum eigenen Wohnhaus hatte umbauen lassen, erwarten die Besucher im Erdgeschoss die Wohnräume Winifred Wagners, die mit der Neueröffnung erstmals in Gänze für die Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.

 

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