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[ Meldungen ]

Von Dünen zum Turnen, Stahlwellen und Neuem aus Addis Abeba

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In den Dünen turnen

Das 1954 gegründete Schuldorf Bergstraße schmiegt sich versteckt in die Seeheimer Dünen bei Darmstadt. Mit ihrer neuen Sporthalle, entworfen vom Darmstädter Büro Loewer + Partner Architekten, wagt sich die zurückgezogene Bildungsstätte nun ein wenig aus der Deckung. Der 2.650 Quadratmeter große Neubau scheint in der welligen

Dünenlandschaft versunken, doch erweist er sich als offenes, seiner Umgebung zugewandtes Gebäude, das im Erdgeschoss eine Galerie mit Tribüne, einen Gymnastikraum sowie ein großes Foyer beherbergt. Die Sporthalle mit benachbartem Geräteraum sowie die Umkleiden liegen im Untergeschoss. Dem Charakter der lichtdurchsetzten, mit schütteren Kiefern bestandenen Dünenlandschaft entspricht auch die leicht daherkommende äußere Gestalt der Halle: Das Dach mit seinen abgerundeten Kanten ruht auf schräg stehenden, in unregelmäßigen Abständen platzierten Holzstämmen; die geschlossenen Fassadenfronten zwischen den großzügig dimensionierten Glasflächen sind aus hellen Klinkersteinen gemauert. Sport frei!


Frankreich 1: Chancen für Deutsches

Über Chancen für deutsche Architekten in Frankreich, Architekturdienstleistungen, rechtliche Voraussetzungen und Marktzugang, Ausschreibungspraxis und Tipps zur Markterschließung informiert eine neue Broschüre. ­Erarbeitet ist sie vom Architekturexportwerk NAX in Zusammenarbeit mit der staatlichen GTAI – Germany Trade and Invest. In ihr ­finden sich auch Kontaktadressen und Bericht erfahrener Planer über ihre Strategien für den erfolgreichen Markteintritt.

Kostenloser Download auf www.nax.bak.de Publikationen/ Broschüren


Frankreich : Baukunst aus Deutschland2

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Leistungen deutscher Architekturbüros lassen sich in diesem Sommer auch in Paris studieren: Dort läuft die Ausstellung des Netzwerks Architekturexport der Bundesarchitektenkammer (NAX) mit dem Titel „L’architecture contemporaine. Made in Germany“. Am 25. Juni eröffneten Bau-Staatssekretär Gunther Adler und BAK-Präsidentin Ettinger-Brinckmann sie im Deutschland-Zentrum der Botschaft (CIDAL) in der Rue de Condé 31, wenige Meter nördlich des Jardin du Luxembourg. Hier ist sie bis zum 31. August werktags von 14 bis 17 Uhr zu sehen, montags, mittwochs und freitags auch von 11 bis 13 Uhr.


Preis für Materialien

Um den Materialpreis 2015 können sich Architekten, Innenarchitekten, Planer und Designer, die laut Auslober „qualitativ, innovativ oder ­visionär Material in ihren Projekten einsetzen“. Die Sponsoren des ­Preises sind die Hersteller Baswa, Hornschuch, Object Carpet sowie Gaugler & Lutz, aber es geht ausdrücklich nicht nur um deren ­Produkte. Bewerbungsschluss ist am 31. August.

www.raumprobe.de


Parken 2015

Wer die Unterbringung stehender Autos plant, kann sich Anregungen auf der Messe „Parken 2015“ holen, die vom 23. bis 25. September in Berlin stattfindet (organisiert von der Messe Frankfurt). Sie ist nach eigenen Angaben Deutschlands einzige Fachausstellung zum Thema Planung, Bau und Betrieb von Einrichtungen des ruhenden Verkehrs und damit Pflichtveranstaltung für Experten und Interessierte der Parkraumbewirtschaftung. Zu den Messethemen gehören Parkhaussysteme und –sanierungen, Beleuchtungen, Leitsysteme und mehr. Tagungsort ist das Berliner Estrel-Hotel, dessen Tiefgarage mit 450 Plätzen Anschauungsmaterial liefert.

www.mesago.de unter „Veranstaltungen A–Z“


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Stahlwellen an der Ruhr

Für die Fassade der Kindertagesstätte Miniapolis im ThyssenKrupp Quartier in Essen erhielt die Arbeitsgemeinschaft JSWD Architekten und Chaix & Morel et Associés den Stahl-Innovationspreis 2015. Die dreidimensionalen Elemente der Gebäudehülle bestehen aus gelochten, wellenförmigen Edelstahlblechen, die das Gebäude weich umhüllen – und damit ausgerechnet in der deutschen Traditionshauptstadt des Stahls den Beweis erbringen, dass dieses kalte, harte Material auch Soft Skills hat. Für die Fertigung der Fassadenteile kam erstmals ein hydromechanisches Umformverfahren zum Einsatz, das nicht nur wirtschaftlich, sondern auch gestalterisch neue Verwendungsmöglichkeiten für den Fassadenbau mit Stahl eröffnet.


Staatsspitzen 1: Gauck ehrt Architekten

Bundespräsident Joachim Gauck empfing am 3. Juli etwa 140 Architekten, Politiker, Standesvertreter und Kritiker zu einer „Matinée zu Ehren der Architektur“. Ein Anlass waren die runden Geburtstage von vier Ehrengästen: Gottfried Böhm (95), Meinhard von Gerkan (80), Helmut Jahn (75) und schließlich Frei Otto, der in diesem Jahr 90 geworden wäre, vor seinem Tod Gaucks Einladung noch erhalten hatte. Zu seinem Münchener Olympiadach sagte Joachim Gauck: „So wie dieses Dach würden wir unseren Staat und unser Land gern sehen: souverän und schwungvoll, behütend und transparent, sicher gegründet und voller Leichtigkeit.“ Gauck spannte den Bogen weit. Am einen Ende erwähnte er das Transzendente: „Gute Architektur kann Räume erschaffen, in denen Menschen ihre tiefsten spirituellen Empfindungen erleben.“ Am anderen Ende nannte der Präsident das Alltägliche: „Kein Reihenhaus, kein Keller, kein Boden, keine Terrasse, ja: Keine Garage ist eigentlich zu nebensächlich und zu unbedeutend, um nicht mit Witz und Ideen, mit Anmut und Charme gestaltet zu werden.“ Die ebenfalls anwesende Bundes-Bauministerin Barbara Hendricks mahnte Gauck: „Ich wünsche mir, dass unsere Architekten nicht nur vorschriftsmäßig bauen, sondern auch die Freiheit zum Experiment erhalten. Gerade der öffentliche Bauherr könnte mit gutem Beispiel vorangehen, könnte neue Wege ausprobieren, kreative Lösungen ermutigen und Ungewohntem eine Chance geben.“

 


Staatsspitzen 2: Lammert besucht Kammer

Fünf Tage nach der Architektur-Matinee des Bundespräsidenten widmete sich Deutschlands zweithöchster Repräsentant dem Berufsstand: Bundestagspräsident Norbert Lammert besuchte den sommerlichen Empfang der Architektenkammer Baden-Württemberg. Dort fand er Parallelen zum eigenen Beruf: Architekten wie Politiker hätten „jeweils Lebensräume zu gestalten für Menschen, die damit erhebliche Erwartungen verbinden“. Das Ergebnis in beiden Fällen: „Am Ende sind nie alle zufrieden.“ Und er schlug eine Brücke zwischen Bauen und Griechenland-Politik: Schon vor über 2.400 Jahren hatte Perikles es gewagt, alle Ersparnisse des Attischen Seebunds in die Akropolis zu investieren.

 


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Neues aus Addis Abeba

Der Holcim-Award 2014, den das Team um Dirk Donath im vergangenen Oktober für „Incremental Construction“ erhielt, ist noch ganz frisch, da kann die internationale Gruppe aus Studenten der Bauhaus Universität Weimar, des äthiopischen Architekturinstituts EiABC sowie der ETH Zürich drei Wohnprojekte in Addis Abeba verwirklichen. Vor dem Hintergrund der rasanten Verstädterungsprozesse nicht nur in Äthiopien, sondern in ganz Afrika entwickelte das Team flexible Wohntypologien, die in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht wegweisend sind. Durch die Verknüpfung von digitalen Designwerkzeugen und lokalen Bautechniken können die Häuser unter Einbeziehung der künftigen Nutzer und deren vielfältiger Anforderungen an ihre Wohnumgebung errichtet werden.

 


Wohnungsbau preisgünstig und hochwertig

Preisgünstig und hochwertig zugleich bauen ist möglich! Das beweist die Publikation „Architekturqualität im kostengünstigen Wohnungsbau“. Sie ist sowohl Nachbericht als auch Auswertung eines Symposiums, das gemeinsam vom Bundesbauministerium und der Bundesarchitektenkammer veranstaltet wurde. Die Broschüre kann kostenfrei auf der Website www.bak.de heruntergeladen werden (Link auf der Startseite anklicken oder Suchbegriff „Architekturqualität“ eingeben).

 

Berichtigung: Claus-Jürgen Voss auf Helgoland
Im Inhaltsverzeichnis von Heft 7 hatten wir geschrieben: „Uwe Brockhoff ist Helgolands einziger Architekt.“ Das stimmt nicht: Auch Claus-Jürgen Voss hat dort seit 23 Jahren ein Büro.

 

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