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[ Meldungen ]

Von Ziegeln, Abwasserrohren und barrierefreien Toiletten

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Preisträger

Ziegel und Kairos

Den Deutschen Ziegelpreis des Ziegel Zentrums Süd haben Bembé Dellinger Architekten aus Greifenberg für die neue Ortsmitte in Wettstetten bei Ingolstadt erhalten. An Klaus Zeller aus Köln ging der Preis für einen Wohnbau im Stadtteil Sülz.

 

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Kultureller Prozess: Lehmschule in Pakistan von Eike Roswag in der Bauphase

Den Kairos-Preis, benannt nach dem altgriechischen Gott des rechten Augenblicks und verliehen von der Hamburger Alfred-Töpfer-Stiftung, bekam der Berliner Architekt Eike Roswag. Seine Bauten in Europa, Asien und Afrika entstehen laut Jury „als gemeinschaftliche Arbeit von Gesellschaft und Fachleuten. Seine Bauten sind keine künstlerischen Solitäre, sondern Ergebnis eines kulturellen Prozesses, der auf Respekt vor zukünftigen Nutzern und örtlich ansässigen Handwerkern beruht.“


Wärme aus dem Abwasserrohr

Der studierte Architekt und Unternehmer Siegfried Müller aus Steinhausen in Oberschwaben hat eine neue Energiequelle entdeckt: Unter seinem Grundstück verläuft ein öffentlicher Abwasserkanal, aus dem er zur Beheizung seiner 300 Quadratmeter Wohn- und Arbeitsfläche warme Luft saugt. Nötig ist dafür laut Müller nur eine handelsübliche Wärmepumpe und natürlich die Genehmigung der Gemeinde, der das Abwasserrohr gehört. Deren Perforation geschehe so sanft, dass kein Schaden zu befürchten sei. In der Regel ist der Weg allerdings nicht so einfach wie bei Müller, da die meisten Rohre unter Straßen und nicht unter Privatgrundstücken verlaufen. Nach seiner Auskunft strömt ins Haus auf diese Weise kein Kloaken-Odeur: „Wenn überhaupt, dann riecht es nach Seifenlauge. Aber es ist nur ein laues Lüftchen, das da an der Anlage weht.“

Mehr über info@mueller-baugeraete.de


Tagung zum kostengünstigen Wohnungsbau

Wie kann Wohnungsbau architektonisch hochwertig, effizient und trotzdem günstig sein? Antworten sucht das Symposium „Architekturqualität im kostengünstigen Wohnungsbau“ des Bundesministeriums für Umwelt und Bau sowie der Bundesarchitektenkammer am 16. April in Berlin. Hier sollen die Forderungen von Planern und Ingenieuren abgefragt werden. Architekten berichten aus ihrer Praxis, etwa Thomas Jocher von Fink + Jocher aus München und Christian Roth von zanderrotharchitekten aus Berlin. Vier Workshops mit maximal 40 Personen behandeln Grundrissgestaltung, konstruktive Möglichkeiten, Wettbewerbswesen sowie Planungs- und Bauprozesse. Alle Architekten sind eingeladen und aufgefordert, Erfahrungen und Vorschläge zum kostengünstigen Wohnungsbau einzubringen.

www.amiando.de/kostenguenstiger-wohnungsbau


Frei Otto: Posthume Ehrung

Kurz vor seinem Tod am 9. März erfuhr Frei Otto, dass ihm in diesem Jahr der Pritzker-Preis verliehen werden sollte, der als international wichtigste Auszeichnung für Architekten gilt. Jetzt geht er posthum an den Entwerfer legendärer Leichtbauten wie des Seilnetzdachs des Münchener Olympiastadions und des deutschen Pavillons der Weltausstellung in Montreal 1967. Die Jury des Pritzker-Preises würdigt ihn so: „Frei Otto ist nicht nur Architekt, sondern auch Forscher, Erfinder, Form-Finder, Ingenieur, Baumeister, Lehrer, Mitarbeiter, Umwelt-Aktivist, Humanist und Schöpfer unvergesslicher Gebäude und Orte.“ Laut New York Times kommentierte der 89-jährige die anstehende Verleihung kurz vor seinem Tod mit den bescheidenen Worten: „Ich habe nie etwas getan, um diesen Preis zu erhalten.“


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Steile Kita

Schrägdach, Holzlamellen und Fenster, deren modischer Versatz spielerisch-leicht wirkt:

Die optischen Zutaten des Baus von LH Architekten in Hamburg-Altona deuten an, dass drinnen eine Kita residiert. Deren kleine Besucher spielen auf dem Dach, da unten Freiflächen fehlen. Was von der Straße als Schrägdach mit Innenräumen wirkt, ist tatsächlich ein leicht nach innen geneigter Schutzzaun. Ebenfalls im Haus befinden sich einige Apartments. Für die beiden unteren Etagen wusste der Bauherr nichts Besseres als Autostellplätze.


Auslobungen

Fassaden, Privathäuser, Gärten und biologisches Bauen

Beiträge zum 24. Deutschen Fassadenpreis können bis zum 15. Mai eingereicht werden – in sechs Kategorien vom Wohn- und Geschäftshaus bis hin zu „künstlerischen und designbetonten Arbeiten“. Die Fassaden aller eingereichten Objekte müssen mit Produkten des Auslobers Brillux realisiert worden sein. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung sucht bis zum 4. Mai von Architekten geplante Häuser privater Bauherren, „die architektonisch überzeugen und eine interessante Geschichte erzählen“. Es gibt kein Preisgeld, aber eine Veröffentlichung in der Zeitung. Der Fritz-Bender-Baupreis wird für positive Beispiele des biologischen Bauens verliehen. Hier sind Einreichungen in vierfacher Ausfertigung bis zum 1. Juni möglich. Im Wettbewerb „Gärten des Jahres“ geht es laut Auslobergruppe um „die besten von Landschaftsarchitekten/ Garten- und Landschaftsbauern gestalteten Privatgärten im deutschsprachigen Raum“. Zur Einreichung ist Zeit bis zum 15. Juli.

www.fassadenpreis.de, www.faz.net/neue-haeuser, www.Fritz-Bender-Stiftung.de > Baupreis, www.gaerten-des-jahres.com


Kongress zum demografischen Wandel

„Zukunft Lebensräume“ heißt die interdisziplinäre Fachmesse für Bauen, Wohnen und Gesundheit im demografischen Wandel, die am 29. und 30. April in Frankfurt stattfindet. Im Mittelpunkt stehen laut Veranstaltern „Technologien und Vernetzung für Gesundheit, Selbständigkeit und Komfort in Wohnung, Haus, Pflegeheim, Krankenhaus und öffentlichem Raum“. Erwartet werden Wissenschaftler, Dienstleister, Nutzer und nicht zuletzt Architekten, die sich dem Bauen für die alternde Gesellschaft widmen. Denkanstöße liefert ein stattliches Fachprogramm mit über 150 geplanten Beiträgen.
Integriert ist der bisher eigenständige Kongress für Ambient Assisted ­Living (altersgerechte Assistenz­systeme).

www.zukunft-lebensraeume.de

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