DABonline | Deutsches Architektenblatt
Menü schließen

Rubriken

Services

Menü schließen

Rubriken

Services

Zurück
[ Dokumentarfilm ]

Bauen mit Strohballen

Bauen mit Strohballen ist ein wachsender Trend. (Foto: Ökofilm)
Bauen mit Strohballen ist ein wachsender Trend. (Foto: Ökofilm)

Vor rund zehn Jahren hat Filmemacherin Heidi Snel einen Dokumentarfilm über Häuser aus Strohballen gemacht: „Stroh im Kopf“. In Teil 2 ihres Films, der nun bei Ökofilm erschienen ist, stellt Snel neue Projekte und Methoden des modernen Strohballenbaus vor. Und zeigt, was aus einem der ersten deutschen Strohballenhäuser, dessen Errichtung die Snelsche Kamera in Teil 1 begleitete, geworden ist.

Der gut einstündige Film gibt einen informativen Überblick über die Entwicklung des Strohballenbaus in den letzten zehn Jahren. Zahlreiche Projekte der ökologischen Bauweise sind entstanden, 3.000 allein in Frankreich, darunter wie auch in der Schweiz und hierzulande mehrgeschossige Gebäude. So begleitet der Film Planung und Bau des bisher größten Strohballengebäudes in Deutschland. Ins fünfgeschossige Bürogebäude im niedersächsischen Verden zieht das Norddeutsche Zentrum für Nachhaltiges Bauen. In Interviews berichten Architekten, Handwerker und Hausherren von ihren Erfahrungen mit dem Baustoff.

Auf den Strohballen kommt es an, denn ein Ballen zum Bauen muss besonders dicht gepresst und sehr trocken sein sowie eine gute Form haben. Der Fachverband Strohballenbau hat nun definiert, welche Eigenschaften der Baustrohballen haben muss und die Kriterien in der Bauaufsichtlichen Zulassung festgelegt. Das Bauverfahren wird dadurch für Bauherren, die mit zertifizierten Baustrohballen bauen, vereinfacht. Klimaschutzgründe, Dämmeigenschaften und Aspekte der Wohnqualität können für das Bauen mit Strohballen sprechen, das, so legt der Film nahe, zu einer ernstzunehmenden ökologischen Bauweise geworden ist.
Weitere Informationen und Ausschnitte: hier.

Moderner Strohballenbau – Stroh im Kopf Teil 2
Regie, Schnitt: Heidi Snel
DVD, 63 Minuten plus 17 Minuten Bonus-Material
Ökofilm 2014

Schreibe einen Kommentar