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[ Schwerpunkt: Netze ]

Global vernetzen

Das NAX ist das Netzwerk für Architektur-Export. Es vermittelt Kontakte und Know-how in aller Welt

Foto: Till Budde
Gruppenbild mit Paten: Kurz vor Weihnachten 2013 trafen sich die NAX-Paten in Würth-Haus auf der Berliner Insel Schwanenwerder. Es ging um kulturelle und wirtschaftliche Dimensionen des Architekturexports und um die Frage, ob sich Planungsleistungen aus Deutschland unter einem gemeinsamen Label bewerben lassen. (Foto: Till Budde)

Text: Roland Stimpel

Wenn deutsche Architekten im Ausland planen und bauen, zählt Vernetzung noch mehr als daheim. „Kontakte, örtliche Verhältnisse, Kooperationen – all das ist Gold wert, wenn man auf zunächst fremdem Terrain agiert.“ So Inga Stein-Barthelmes, als Referatsleiterin Wirtschaftspolitik der Bundesarchitektenkammer verantwortlich für das Netzwerk Architekturexport NAX. Als Plattform für das Knüpfen solcher Netze hat die Bundesarchitektenkammer das NAX vor zwölf Jahren gegründet. Heute informieren sich hier regelmäßig rund 1.000 Architekten über Märkte und Projekte im Ausland; 40 Büros sind als NAX-Paten besonders aktiv (siehe Übersicht unten).

„Das Netzwerk lebt von seinen Mitgliedern“, sagt Gabriele Seitz, NAX-Projektleiterin. Oft ist deren Austausch direkt und informell – man nennt sich Ansprechpartner in Saudi-Arabien oder teilt Erfahrungen mit Verträgen in China. Das NAX selbst bietet darüber hinaus Veranstaltungen und Informationsquellen, die den Austausch fördern. Gerade erst war es am dritten Außenwirtschaftstag Architektur, Planen und Bauen beteiligt, der nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe am 18. Februar im Berliner Außenministerium stattfand – mehr dazu im nächsten Heft.

Der Reigen der Veranstaltungen geht weiter mit der weltweit führenden Immmbilienmesse Mipim im südfranzösischen Cannes. Dort treffen vom 11. bis 14. März Architekten auf Bauherren, Standort-Vertreter und Investoren aus aller Welt. Hier gibt es seit 2008 einen gemeinsamen Stand für deutsche Planer und Architekten, den das Bundesministerium für Wirtschaft fördert und das NAX vorbereitet und vor Ort begleitet. Zwanzig Architekturbüros und weitere Aussteller nehmen in diesem Jahr daran teil, darunter auch Jürgen Mayer H. und Sauerbruch Hutton aus Berlin.

Schon seit Jahren ist Eller + Eller Architekten aus Düsseldorf dabei. Dessen Inhaber Erasmus Eller sagt: „Der Stand hat sich sehr gut etabliert. Er macht Bauinteressenten auf deutsche Architekten aufmerksam und dient als Anlaufstelle für Kontakte.“ Ähnliche Erfahrungen macht Andrea Haase von Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten aus München: „Von Messen wie der Mipim geht man nicht direkt mit einem Auftrag nach Hause. Aber man gewinnt Einblicke in globale Kontexte und Märkte und trifft hochkarätige Kollegen. Mit dem NAX-Stand haben wir eine feste Adresse und sind leicht erreichbar.“

Ist ein Auftrag konkret in Aussicht, stellt sich eine Vielzahl von Fragen: Was ist nötig, damit man als Architekt im jeweiligen Land tätig sein darf? Wie sind die Einzeltätigkeiten definiert – gibt es so etwas wie die HOAI-Leistungsphasen? Wie steht es mit Bau- und Planungsrecht, Vertrags- und Urheberrecht? Hier hilft die öffentliche Länderdatenbank des NAX mit Fakten, Vorschriften und Hintergründen zu 30 wichtigen Ländern – davon 18 in Europa, acht in Asien und je zwei in Amerika und Afrika. Die mehrjährigen Recherchen dafür leitete der Siegener Architekturprofessor und NAX-Pate Bert Bielefeld, der stolz bekundet: „Jetzt haben wir wohl die beste internationale Übersicht, die es für Architekten in der Welt gibt.“ Auch dieses Projekt wurde vom Wirtschaftsministerium unterstützt. Ergänzt wird das Angebot durch Broschüren zu einzelnen Ländern, die das NAX gemeinsam mit der Bundesgesellschaft „Germany Trade & Invest“ (GTAI) erstellt.

Auch in der Wirtschaft hat das NAX Unterstützer – Unternehmen, die den Export deutscher Architektur-, Planungs- und Bauleistungen fördern wollen. Hauptsponsor ist die GEZE GmbH, Systemanbieter für die Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik. Auch die AIA AG und die VHV Verbands- und Kooperationsmanagement Bau unterstützen das Netzwerk. Kein Geld kommt dagegen von der Bundesarchitektenkammer: Gerade weil das NAX ein Netzwerk ist, soll und kann es auch für seine Finanzierung selbst sorgen und muss nicht zentral aus einer Hand ernährt werden.

Die 40 NAX-Paten

  • AS&P Albert Speer & Partner GmbH
  • Atelier Dreiseitl
  • Auer+Weber+Assoziierte
  • bertbielefeld&partner architekten ingenieure
  • BLFP Frielinghaus Architekten Planungs GmbH Bauleitungs GmbH
  • Bolles+Wilson GmbH & Co. KG
  • Bollinger + Grohmann Ingenieure
  • BSD Braun Schlockermann Dreesen Planungsgesellschaft mbH
  • Eike Becker_Architekten
  • Eller + Eller Architekten
  • Falk von Tettenborn – Architekturbüro
  • Gerber Architekten
  • gibbins® european architects
  • HPP Architekten
  • HWP Planungsgesellschaft mbH
  • ingenhoven architects
  • Ingenieurbüro Schülke Wiesmann
  • IPRO Dresden Planungs- und Ingenieuraktiengesellschaft
  • ISA Internationales Stadtbauatelier
  • K+P Koch + Partner Architekten und Stadtplaner GmbH
  • KSP Jürgen Engel Architekten GmbH
  • KSV Krüger Schuberth Vandreike
  • LANGHOF®
  • LAVA – Laboratory for Visionary Architecture
  • Léon Wohlhage Wernik Gesellschaft von Architekten mbH
  • Meuser Architekten BDA
  • Nattler – Architekten
  • Nickl & Partner Architekten AG
  • Obermeyer Planen + Beraten GmbH
  • RS associated architects GmbH
  • RKW – Rhode Kellermann Wawrowsky
  • Rainer Schmidt Landschaftsarchitekten
  • RhineScheme GmbH
  • schneider+schumacher
  • spacial solutions GmbH
  • SSF Ingenieure
  • Staab Architekten
  • Werkhart Group
  • Wilford Schupp Architekten GmbH
  • wörner traxler richter planungsgesellschaft mbH

Mehr Informationen zu NAX finden Sie hier

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