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[ Altersvorsorge ]

Antrag bei jedem Jobwechsel fällig

Wer in ein berufsständisches Versorgungswerk einzahlt und dafür von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreit ist, hat neuerdings beim Stellenwechsel mehr Bürokratie: Bei jedem Wechsel des Arbeitgebers muss binnen drei Monaten ein neuer Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Rentenkasse gestellt werden. Das ist die Konsequenz aus drei Entscheidungen des Bundessozialgerichts vom 31. Oktober 2012, nach denen eine Befreiung immer nur für die jeweilige Beschäftigung oder Tätigkeit gilt. Der Antrag muss spätestens drei Monate nach dem Wechsel beim Versorgungswerk eingehen. Wer ihn erst später stellt, muss für die vorhergehende Zeit beim neuen Arbeitgeber Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse zahlen. Unklar ist, was das Bundessozialgericht unter einer „Tätigkeit“ versteht. Daher sollte vorsichtshalber auch derjenige einen Befreiungsantrag stellen, der innerhalb des gleichen Büros die Tätigkeit wechselt – etwa ein Bauleiter, der Projektmanager wird. Wer arbeitslos wird, sollte allerdings keinen neuen Befreiungsantrag stellen, sondern der Arbeitsagentur mitteilen, dass die Rentenbeiträge an das Versorgungswerk und nicht an die gesetzliche Versicherung gezahlt werden sollen.

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