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[ Oper ]

Kühl und unpraktisch

Gedämpfte Bescheidenheit ist definitiv keine Charaktereigenschaft des Wiener Architekten Wolf Prix von Coop Himmelb(l)au. Seinen stacheligen Pavillon „Pavillon 21 Mini Opera Space“ zum Beispiel sah er als „weltweit wahrnehmbares kulturelles Zeichen“. 2010 als temporäre Spielstätte vor der Münchener Oper aufgestellt, sollte er laut Prix’ „Ort der Recherche, des Experiments, des Labors und des Risikos“ werden, rasch auf- und abbaubar sein und für die Oper durch ganz Europa wandern. Das scheiterte an zwei schnöden Details: Jeder Aufbau kostet eine halbe Million Euro, und jeder Transport bräuchte mit 20 Großcontainern einen halben Güterzug. Jetzt lagert das 3,2-Millionen-Objekt in einer Halle und soll mangels Verwendbarkeit verschrottet werden.

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