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[ Energiesparen ]

Mehr fordern, besser fördern?

Energiesparen 1:

Mehr fordern – weniger fördern

„Fordern und fördern“ hieß die Startparole bei Hartz IV. „Nur fordern, nicht fördern“ könnte das Motto der Bundesregierung bei der energetischen Sanierung sein. Erst verschärfte die Regierung mit der EnEV 2009 die Anforderungen an Sanierungen, dann kürzte sie die Mittel. 2010 vergab die KfW noch 1,3 Milliarden Euro Fördergelder, 2011 nur noch 0,9 Milliarden Euro. Die Zahl der geförderten Wohnungen sank von 869.000 auf 201.000 Wohnungen. 2012 dürfte die Zahl kaum steigen, auch wenn die KfW-Förderung inklusive Neubau nun wohl wieder 1,5 Milliarden Euro beträgt. Wie wenig sich die EnEV-Vorgaben rechnen, zeigt eine Kalkulation des Berliner Wohnungsunternehmens GSW. Es setzt für eine EnEV-konforme Sanierung 325 Euro pro Quadratmeter an. Für eine 50-Quadratmeter-Wohnung könnte danach die Miete rein rechtlich um 122 Euro erhöht werden. Die Mieter sparen aber bei heutigen Energiepreisen nicht einmal 23 Euro pro Monat.

Energiesparen 2:

Weniger fordern – besser fördern?

Anfang April startet das Programm „Effizienzhaus Denkmal“, das nicht nur für eingetragene Denkmäler, sondern ebenso für Häuser und Gebiete von „baukultureller Bedeutung“ gelten soll. Hier wird die Sanierung auch dann gefördert, wenn die derzeitigen EnEV-Vorgaben für Neubauten um 60 Prozent überschritten werden. Das Programm lockt mit einem Tilgungszuschuss von derzeit 2,5 Prozent und einem Zinssatz von nur einem Prozent – oder alternativ dazu einer Investitionshilfe von bis zu zehn Prozent der Kosten. Allerdings hat das Programm ein Manko: Man braucht einen Sachverständigen, der als Energieeffizienzexperte für Förderprogramme des Bundes in die Liste Denkmal eingetragen ist – und die Eintragung darin ist auch für qualifizierte Architekten mit einigen Umständen verbunden. Die Architektenkammern verhandeln derzeit über eine bessere Lösung.

www.energieberater-denkmal.de > Anforderungsprofil Erstliste

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