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[ Konjunktur ]

Wohnungsbau verdoppelt

Die Architekten-Konjunktur hat sich im Sommer nochmals verbessert

Von Erich Gluch

Das Geschäftsklima bei den freischaffenden Architekten hat sich nochmals verbessert. Das ermittelte das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in seiner Umfrage im Juli. Ähnlich gute Lageurteile wie jetzt gab es bislang lediglich in der ersten Hälfte der Neunzigerjahre. Im Durchschnitt der Bundesländer kletterte der Anteil der freischaffenden Architekten, die ihre derzeitige Auftragssituation als „gut“ bezeichneten, von 37 auf 40 Prozent; der Anteil der „Schlecht“-Urteile sank gleichzeitig von 22 auf 18 Prozent. Ihre Aussichten für die nähere Zukunft schätzen die befragten Architekten allerdings etwas skeptischer ein:
Es gib mehr Pessimisten als Optimisten. Die Mehrheit liegt dazwischen und rechnet mit Gleichstand. 55 Prozent der freischaffenden Architekten konnten von April bis Juni 2011 neue Verträge abschließen (Durchschnittswert der Bundesländer). Das geschätzte Bauvolumen aus den abgeschlossenen Verträgen für Neubauten war rund zwölf Prozent größer als im Vorquartal. Damit steigt das Auftragsvolumen im Wohnungsbau nahezu kontinuierlich seit drei Jahren und hat sich seit Anfang 2008 fast verdoppelt. Die von öffentlichen Auftraggebern vergebenen Planungsaufträge stiegen gegenüber dem Vorquartal um fünf Prozent an. Dagegen schrumpften sie im Wirtschaftsbau – nach einer Auftragsspitze mit einigen Großprojekten am Jahresanfang. Insgesamt stieg der Bestand an Aufträgen und reicht nunmehr im Durchschnitt für 6,1 Monate.

Erich Gluch ist Wissenschaftler am ifo-Institut für Wirtschaftsforschung in München.

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