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Energieeffizientes Gebäudesystem

Green Code nennt die Hermann Rudolph Baustoffwerk GmbH aus Weiler-Simmerberg im Allgäu ihr industriell vorgefertigtes Bausystem, das eine Klimadecke mit vorinstallierter Haustechnik und eine Klima-Thermowand zu einem ganzheitlichen Gebäudekonzept verbindet. Die bis zu neun Meter langen und rund 3,70 Meter hohen Wand­elemente bestehen aus zwei massiven Stahlbetonschalen, die durch Gitterträger miteinander verbunden sind. Integriert ist eine Kerndämmung, wahlweise in PUR-, EPS und XPS-Dämmung oder Vakuumdämmung. Die Vakuum­dämmung ermöglicht eine Hochleistungswand mit einem U-Wert von nur 0,13 W/(m2K) und nur 25 Zentimetern Dicke. Laut Hersteller kann das zu einem Nutzflächengewinn von zehn Prozent führen; interessant etwa bei ­Lückenschließungen im Bestand. Außerdem bleibt der gegenüber mechanischen Einflüssen empfindliche Dämmstoff zwischen den Betonschalen dauerhaft sicher geschützt.

Rundum-Klimatisierung: Das Green-Code-Bausystem verbindet Klimadecke und ­Klima-Thermowand zu einem ganzheitlichen Gebäudekonzept. Für besonders schlanke Wanddicken lassen sich die vorgefertigten Elemente mit einer Vakuumdämmung ausstatten.

Komplettiert wird das Bausystem durch die Green Code-Klimadecke. Dabei handelt es sich um vorgefertigte Filigrandecken mit integrierten Heiz- und Kühlregistern und Spannweiten bis zu 16 Metern. Die Heiz- und Kühlregister erlauben eine Strahlungsheizung ähnlich der klassischen Betonkernaktivierung. Da die beiden Schalen der Filigrandecken getrennt sind, ist die sich erwärmende oder abkühlende Masse gegenüber Ortbetondecken geringer – und damit auch die ­Reaktionszeit der Heizung bzw. Kühlung. Sie beträgt nur etwa

55 Minuten. Herkömmliche, nass verlegte Fußbodenheizungen benötigten mehr als das Dreifache, so der Hersteller. Die Heizleistung beträgt 80 W/m2 bei einer Raumtemperatur von 20 Grad Celsius und einer Systemtemperatur von 35 Grad Celsius. Im Umkehrschluss kann die Green-Code-Klimadecke im Sommer zum Kühlen genutzt werden. Ergänzt wird die Bauweise durch das Komfort-Klima-System (KKS), das optional angeboten wird. Hierbei werden die Heiz- und Kühlregister im Sommer mit erdkühlem Wasser aus einer Zisterne gespeist. Ein Regel- und Steuerungssystem ermöglicht verschieden temperierte Klimazonen innerhalb der Räume. Das KKS-System ist praktisch wartungsfrei. Auch die Betriebskosten bleiben niedrig, da der ohnehin nur minimale Strombedarf durch eine PV-Anlage CO2-neutral erzeugt und eingespeist werden kann.

www.rudolph-baustoffwerk.de.