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[ Produkte und Objekte ]

Einst Parkhaus, jetzt Bürohaus

Ehemaliges Parkhaus: Am Rand der Altstadt von Riga plante Meinhard von Gerkan das moderne Bürogebäude mit seinen charakteristischen kubischen Modulen, die dem „Citadeles Moduli“ seinen Namen geben.

Für die lettische Staatsbank verwandelte Meinhard von Gerkan ein ehemaliges Parkhaus in seiner Heimatstadt Riga in ein modernes Bürogebäude. Die Markthallen der Stadt standen Pate für seinen Entwurf, der vorsah, den Bestand mit kubischen Modulen zu überformen. Vor ihm hatten einige Investoren vergeblich versucht, an diesem Standort einen Büroneubau zu etablieren. Die Baubehörde hatte dies durchweg abgelehnt; aber von Gerkans Vorschlag zum Erhalt des Bestands und der Überbauung überzeugte.

Aufgrund der modularen Architektursprache wird das mittlerweile fertiggestellte Objekt auch „Citadeles Moduli“ genannt. Es ist von außen mit einer Lamellenfassade in warmen Herbsttönen gestaltet, die im Kontrast zu einer streng geometrischen Granitverkleidung stehen. Runde Außenaufzüge lockern diese Strenge auf. Jeweils zwischen den einzelnen Gebäudemodulen befinden sich die Eingangsbereiche, ausgestattet mit einem geschossübergreifenden, repräsentativen Foyer. Diese Planung führte im Bereich der Aufzüge und Aufgänge zu einer Balustrade, die brandschutztechnisch zum Foyer abzugrenzen war. Denn das Foyer muss als Flucht- und Rettungsweg als eigenständiger Brandschutzabschnitt funktionieren. Für diesen speziellen Fall lieferte Hörmann die Lösung.

Nahtlos integrierter Brandschutz: Die Rohrrahmen-Konstruktionen aus Aluminium bieten nicht nur Feuer- und Rauchschutz, sondern tragen zur Gestaltung der geschossübergreifenden Eingangshalle bei. Sie nehmen die Taktung der Holzvertäfelung auf und führen sie fort.

Im Erdgeschoss des Foyers gliedern zwei Säulen die Öffnung zu Fahrstuhl und Treppenhaus in drei Durchgänge. Den mittleren Durchgang verschließt eine T30-Feuerschutztür aus einer schlanken anthrazitfarbenen Aluminium-Rohrrahmenkonstruktion. In die Öffnungen rechts und links ist eine Festverglasung mit derselben Profilkonstruktion integriert, deren Flächenteilung die Taktung der Holzbekleidung an den benachbarten Wänden aufnimmt. Diese Verglasung setzt sich im Bereich der Balustrade fort, was Brandschutzverglasung und Innenausstattung harmonisch zusammenführt. Eine Besonderheit stellen die Etagen-Zugangstüren in den hinteren Treppenhäusern dar. Um die Türen unsichtbar in die hochwertige Wandverkleidung zu integrieren, wurden stumpf einschlagende STS-Türen verwendet und diese mit dem Material und im Design der Wandbeläge bauseitig beplankt. Das macht die Türen praktisch unsichtbar.

www.hoermann.de