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[ Bausoftware ]

Update 2010

Verbesserte Oberflächen, neue Module und Anwendungen – viele Softwarehersteller haben ihre Programme weiterentwickelt und zeigen ihre Neuheiten in Essen und Berlin.

Fred Wagner

Am 12. Januar startet die Deubau in Essen. Halle 9 ist allein den Herstellern von Bausoftware vorbehalten. CAD-Programme, Ausschreibungssoftware und Datenverwaltungsprogramme sind in modernen Büros längst zum Standard geworden.
Wer es nicht zur Deubau nach Essen schafft, kann sich auch vier Wochen später auf der Build IT in Berlin über die Neuheiten der Softwarehäuser informieren. Die Fachmesse für Informations- und Kommunikationstechnologie im Bauwesen findet vom 16. bis 20. Februar in Berlin statt – parallel zu den beiden Messen bautec und Solar Energy.
Hier ein erster Überblick über interessante Neuentwicklungen, Softwareangebote und Updates, die die Hersteller auf den Messen präsentieren.

ORCA Software GmbH

Das Programm zur Kostenschätzung, Ausschreibung, Vergabe, Abrechnung und Kostenverfolgung von Bauleistungen ORCA AVA 17.0 wurde weiterentwickelt und läuft jetzt auch ­unter Windows 7. Die Arbeitsumgebung entspricht nun ganz dem Look and Feel der OfficeFluent-Benutzeroberfläche. Der Vorteil: Alle gängigen Aufgaben erledigt der Anwender mit wesentlich weniger Klicks, denn die Multifunktionsleiste kombiniert und präsentiert die Funktionen eines Arbeitsbereiches so, wie sie in der Regel genutzt werden. Auch der Style der Benutzeroberfläche ist an dem von MS Office 2010 angelehnt, sodass der Fachplaner sich an allgemein üblichen Symbolen, Dialogfeldern und Begrifflichkeiten orientieren kann.

Eine weitere Neuheit präsentiert ORCA mit der neu gestalteten Onlinedatenbank www.ausschreiben.de. Die differenzierten Auswahlbuttons führen den Anwender schnell zu dem gewünschten Herstellerkatalog. Die „Individuelle Suche“ listet alle Hersteller auf, die einen Ausschreibungstext für ein bestimmtes Produkt, z. B. „Holzfenster“, unter der Datenbank veröffentlichen. www.orca-software.com

California Pro (G&W)

Das Münchener Softwarehaus G&W präsentiert erstmalig die neue Generation seiner durchgängigen Software für AVA, Kostenplanung und Bauabrechnung California Pro.
Die integrierte Textverarbeitung und Adressverwaltung entspricht dem Microsoft-Office-Standard, der Anwender benötigt dazu kein Office-Paket. Sämtliche in California 3000 bestehenden Datenbestände lassen sich direkt und vollständig in California Pro überführen. Eine aufwendige Datenkonvertierung ist nicht notwendig. Damit ist ein Umstieg in der Regel in weniger als 30 Minuten möglich. Außerdem ist das Programm auf Basis einer SQL-Datenbank in zukunftsweisender Technologie unter .NET programmiert und bedeutend schneller als
die Vorgängerversion California 3000. Das zahlt sich insbesondere für Anwender aus, die große und komplexe Projekte planen und ­ausschreiben.
California Pro ist modular aufgebaut und passt sich durch das flexible Nutzungsmodell jeder Unternehmensstruktur und Aufgabenstellung an, wahlweise als Business-Edition, Small Business-Edition oder Enterprise-Edition. Es läuft unter Windows 7, Vista und XP, als Serverbetriebssystem Windows Server 2008 (R2) und 2003 und ist unter MS-Terminalserver und Citrix einsetzbar.

Vectorworks

ComputerWorks hat eine neue Version von Vectorworks veröffentlicht. Dank der neuen Navigationshilfen soll das Konstruieren in 3-D jetzt so einfach sein wie in 2-D. Bei Planänderungen und beim 2-D-Planen nehmen beispielsweise die intelligenten Bemaßungen oder das neue Schraffurhandling jede Menge Routinearbeit ab.
Eine der wichtigsten Änderungen in Vectorworks 2010 basiert auf dem Parasolid-Modellierkern, der bereits in Version 2009 eingeführt wurde. Mit dieser führenden 3-D-Technologie ist es in Vectorworks möglich, ohne Einschränkung jede konstruierbare Geometrie in 3-D zu modellieren.
Viele weitere Verbesserungen in Vectorworks 2010 sorgen dafür, dass Arbeiten in einem Bruchteil der bisherigen Zeit erledigt werden können. Das gilt für mitunter zeitaufwendige Planänderungen, aber auch für das Arbeiten mit Wänden. Vectorworks 2010 hat die Fähigkeit, die Schalen von Wänden automatisch korrekt zusammenzufügen. Ein neuer Befehl legt Wandnischen und Vorsprünge an. Damit lassen sich mit Leichtigkeit ungewöhnliche Wandvorsprünge erstellen und darüber hinaus Wände mit Profilen versehen und abgesetzte Wände und Stützen erstellen.

Buildup 13 (Bauer Software)

Eine all-in-one-Lösung für die Bereiche AVA, Kostenmanagement und HOAI ist das Programm Buildup von Bauer Software. Das Honorarmodul der aktuell erschienenen Version 13 wurde an die neue HOAI 2009 angepasst. Um Probleme in der Übergangsphase zu vermeiden, können Leistungsverzeichnisse und Abrechnungen sowohl nach der alten als auch der neuen HOAI erstellt werden.
Die Software verfügt zudem über eine überarbeitete und erweiterte Stundenerfassung. Ein weiteres neues Modul, der „organizer“, ermöglicht die Abwicklung des gesamten E-Mail-Verkehrs. Die Anschaffung eines kosten- und wartungsintensiven E-Mail-Servers, wie zum Beispiel der Microsoft Exchange Servers, und seiner Programme ist damit nicht mehr nötig. Auch die Verwaltung der Nachrichten wird spürbar einfacher. E-Mails müssen nicht in einer externen Ordnerstruktur gespeichert werden, sondern können direkt den jeweilig angelegten Projekten, Adresse etc. zugewiesen werden.

ProjektPro (mair pro)

Auf die Frage von Architekten: „Wie macht man Arbeitsabläufe effizienter?“, hat der Softwarehersteller aus Aschau im Chiemgau eine Antwort gefunden: Das neue Modul „Workflow & QM“ von ProjektPro soll Architektur- und Ingenieurbüros dabei unterstützen, Planungs- und Baumanagementprozesse weiter zu optimieren und das Qualitätsmanagement zu initiieren. Das Programm erweitert damit die Geschäftslösung ProjektPro 09, die für eine effiziente Büroorganisation inklusive CRM, ein professionelles Projektmanagement, ein dynamisches Projekt­controlling und eine reibungslose Abwicklung der AVA sorgt.

Allplan (Nemetschek)

Nemetschek zeigt die neuesten Entwicklungen seiner 3-D-Planungssoftware Allplan und Allfa für Facility-Management. Mit der aktuellen Version der 3-D-Planungssoftware sollen Architekten auch komplexe Fassadenformen ohne große Mühe gestalten können. Dabei modellieren sie nicht jedes Bauteil einzeln, sondern greifen auf 32 vordefinierte Fassadentypen zurück. So haben Anwender mehr Freiraum bei der Gestaltung und können den Wünschen ihrer Auftraggeber schneller nachkommen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Allplan Holzbau, die integrierte Lösung für die Planung, Fertigung und Maschinensteuerung von Holzbauwerken. Mit ihr modellieren Nutzer Holzrahmen- und Holzskelett- bis hin zu Massivholzbauten in einem System.
Für die Erstellung von Umbau-, Abbruch- und Revisionsplänen gibt es eine neue CAD-Bibliothek mit Bauteilen für Bestand, Abbruch und Neubau. Sie bietet Anwendern mehr Übersichtlichkeit und sorgt gleichzeitig für einheitliche Bürostandards.

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