DABonline | Deutsches Architektenblatt
Menü schließen

Rubriken

Services

Menü schließen

Rubriken

Services

Zurück
[ Automatiktüren und -tore ]

Nur immer hereinspaziert

Türen- und Torhersteller haben ihr Portfolio wieder einmal um Produkte mit funktionalen Verbesserungen erweitert. Hier eine Auswahl.

Außen flächenbündig

Normalerweise öffnen Türen in die Zimmer: Dadurch entsteht, vom Flur betrachtet, eine Nische. Viele Architekten aber stört diese unruhige Optik. Die Kleine Türen-Manufaktur – kurz KTM – hat diesen Wunsch aufgegriffen und mit Re-Cube wandbündige Türelemente entwickelt, deren Türblätter in die Laibungen öffnen. Damit ist jetzt auf der Flurseite der gewünschte Flächenverbund von Wand, Zarge und Türblatt gewährleistet. Die Tür öffnet weiterhin zur Zimmerseite. RE steht für Reverse und heißt entgegengesetzt. Ebenso wie für das Cube-Zargensystem des Herstellers gilt auch für Re-Cube der spezielle Kraftverbund zwischen Türblatt und Wand.

Die Bänder werden direkt mit dem Mauerwerk bzw. mit dem Blindstock verschraubt, sodass die Zarge keine Kräfte aufzunehmen braucht.Sie verkleidet lediglich die Wandöffnung. Die Zargen werden passgenau auf entsprechende Wandstärken gefertigt und die Maulweite wird von den Blindstockmaßen abgeleitet. Ein Schloss mit Magnetfalle ist die schlichteste Verschluss­lösung, aber auch die Flüsterkomfortschlösser mit Edelstahlstulp sind möglich. Für Re-Cube erhielt das Unternehmen den reddot design award 2009.

Haustürenstandard erhöht

Hörmann hat eine Reihe von ­Neuerungen im Aluminiumhaustüren-Programm TopComfort und ­TopPrestige vorgenommen: neue ­Motive mit darauf abgestimmten Griffen, eine neue Zweifach-Wärmeschutzverglasung sowie eine verbesserte serienmäßige Sicherheitsausstattung. TopComfort wurde um 15, die TopPrestige-Linie um fünf Designs erweitert. Auch verfügen die Haustüren serienmäßig über ein Fünffachfach-Automatikschloss. Außerdem sind diese beiden Produktlinien jetzt generell mit einer Zweifach-Wärmeschutzverglasung ausgestattet. Zusammen mit den Dämmeigenschaften der anderen Komponenten, der 30 Millimeter starken, ausgeschäumten Türfüllung und den Türrahmen mit 80 Millimetern wird im Vergleich zu Türen mit herkömmlichem Isolierglas ein um bis zu 40 Prozent ­höherer Dämmwert erreicht. Einen noch besseren Wärmeschutz bieten die Modelle der TopPres­tigePlus-Linie mit 80 Millimeter starker Türfüllung und serien­mäßigem Dreifach-Wärmeschutzglas. Sie erreichen für Passiv­häuser geeignete Wärmedämmwerte von bis zu 1,0 W/m²K.

Bedruckte Brandschutztüren

Corporate Design und Feuerschutz sind kein Gegensatz mehr. Bauaufsichtlich zugelassene, bedruckbare Folien sorgen dafür, dass auch Feuer- und Rauchschutzabschlüsse gut aussehen. Teckentrup hat eine solche Lösung unter anderem mit der „Bruno-Banani-Brandschutz-Tür“ neu im Programm. Es ist mit den Spezialfolien ebenso möglich, jedes beliebige Motiv bauseitig auf die Tür aufzubringen – einzige Voraussetzung ist ein digitales Bild. Die bauaufsichtliche Zulassung als Feuerschutzabschluss geht durch das Bekleben nicht verloren, denn diese „geringfügige Änderung des Brandschutzelements“ ist nach jüngsten Prüfungen erlaubt.

Selbstreparierende Tore

Mit den ACS-Schnelllauftoren ist Efaflex ein äußerst effektiver Anfahrschutz bei gleichzeitig hoher Geschwindigkeit des Tores gelungen. ACS steht für Aktives-Crash-System, das bewirkt, dass das Torblatt durch „zweiteilige“ Scharnierbänder bei einem Crash beidseitig über die Innenscharniere ausgelenkt wird. Gleichzeitig verbleiben aber die Außenscharniere in der Seitenführung. Induktive Sensoren aktivieren den vorprogrammierten „Crash-Modus“ in der Steuerung. Das Torblatt wird hierauf mit reduzierter Geschwindigkeit nach oben bewegt.

Kurz vor Erreichen der oberen Endlage durchläuft das Torblatt die beidseitig installierten Rückführeinrichtungen. Dabei werden Innen- und Außenscharniere wieder miteinander gekoppelt. Ein elektronischer Check-up kontrolliert die korrekte Modulzusammenführung und leitet mit der Schließbewegung bereits wieder den regulären Automatikbetrieb ein. Das Tor ist schon nach wenigen Sekunden betriebsbereit. Optional kann die Wiederinbetriebnahme auch manuell erfolgen. ACS wird serienmäßig mit dem in der Torschließ­ebene eingebauten, patentierten und TÜV-zertifizierten Torsicherheitssystem EFA-TLG (Torlichtgitter) kombiniert. Dadurch kann auf konventionelle Kontaktleisten und Spiralkabel für die Zuleitung verzichtet werden.

Weitere Artikel zu: