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[ Schulengagement ]

Kinder als Planer

Nordrhein-Westfalens Architektenkammer organisiert Projekte der Schülerselbsthilfe.

Kinder machen Schule: Atriumsumgestaltung in Halver nach eigenen Plänen

Christof Rose

Noch vor einem Jahr war das Atrium der Realschule im westfälischen Halver eine Brache. Dann kam der Architekt Kai-Uwe Sachs. Er hatte hier einst selbst gelernt und kehrte jetzt für die Initiative „KidS – Kammer in der Schule“ der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen zurück. Sachs plante ab 2003 zusammen mit 50 Neunt- und Zehntklässlern und dem Halveraner Landschaftsarchitekten Roland Pfeiffer. Das gemeinsame Konzept realisierten Schüler und Fachfirmen in 1 200 Arbeitsstunden: einen Pausenhof mit Open-Air-Bühne, Basketballfeld, Teich, Ruhezonen und Sitz­ecken. Zwölf solcher Projekte hat es in jüngster Zeit an nordrhein- westfälischen Schulen gegeben: ein Schulfoyer in Meerbusch, ein Farbleitsystem in Duisburg-, ein Freiluft-Klassenzimmer in Goch.

„Kinder können viel dazu beitragen, unsere gebaute Umwelt attraktiver und lebenswerter zu machen“, sagt Kammerpräsident Hartmut Miksch. „Sie bekommen dabei ein Gespür für die Qualität ihrer gebauten Umwelt und entwickeln ein Bewusstsein für Baukultur.“ Die Initiative hat sich bundesweit herumgesprochen – im Februar war die Wanderausstellung der Kammer zum Thema im Berliner Bau- und Verkehrsministeriums zu sehen. Die KidS-Reihe ist ein Baustein des Aktionsprogramms „Architektur macht Schule!“, in dem die Kammer auch Architekten auf Schulprojekte pädagogisch vorbereitet und Lehrmaterial für den Schulunterricht entwickelt.

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