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Bei Projekten der öffentlich-privaten Partnerschaft zählt oft nur das Geld. Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung mahnt Nutzerbelange und Ästhetik an

Ausnahmefall: Ambitioniertes ÖPP-Projekt „Duale Hochschule Heidenheim“, Architekt: Jan Spreen aus München
Projekte in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) sind anfällig für Mängel, wenn der öffentliche Auftraggeber sich zu stark auf die Kostensenkung fixiert und sich zu wenig für eine hohe Qualität engagiert. Das ergab eine Studie im Auftrag des Bundesbauministeriums, für die die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln 17 ÖPP-Projekte untersuchte. Es zeigte sich, dass die privaten Projektpartner vor allem an niedrigen Bau-, Betriebs- und Unterhaltungskosten des Gebäudes interessiert sind. Professor Hans-Peter Achatzi, Leiter der Studie: „Baut und betreibt ein Privatunternehmen zum Beispiel ein Schulgebäude, dann sind andere Faktoren als die Kosten zweitrangig – etwa gute Lernbedingungen, eine hohe Aufenthaltsqualität und eine anspruchsvolle Gestaltung.“ Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer, nimmt hier die öffentliche Hand in die Pflicht: „Hohe Qualität wird nur erreicht, wenn der öffentliche Auftraggeber klare Maßstäbe setzt und im Projektverlauf für deren Einhaltung sorgt.“ Das sieht auch Bundesbauminister Peter Ramsauer so. Im Vorwort zur Studie schreibt er: „Die Qualität kommt nicht von selbst. Nicht alle architektonischen Ansprüche an ein Gebäude werden automatisch vom privaten Partner erfüllt.“