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Namen und Nachrichten

Fassadenkongress Smart Interfaçades

Die Messe Stuttgart veranstaltet am 1. März ein Forum für Architektur und integrales ­Planen mit dem Titel „The Art of Planning“. Im Rahmen des Fassadenkongresses Smart Interfaçades präsentieren ­prominente Büros wie Dominique Perrault, Henning ­Larsen Architects, Matthias Sauerbruch, Andreas Hild, Transsolar und realities united Trends, Technologien und ­Lösungen für Fassaden.  www.art-of-planning.de

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Städtebaupreis ausgelobt

Guter Städtebau: Der Siegerpreis 2010 ging an das Projekt Stubengasse in Münster von Fritzen + Müller-Giebeler aus Ahlen. Und jetzt geht es in die neue Runde. Der Deutsche Städtebaupreis 2012 ist ausgelobt.

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Museum: gläserner Teppich

Mal wieder ein Glasdach für den Pariser Louvre – diesmal ist es aber keine strenge Pyramide wie die überm Zugangsterminal von Ieoh Ming Pei mit seiner hauptbahnhofs-ähnlichen Atmosphäre, sondern eine frei schwingende Struktur aus Schichten von Dreiecken: in der Mitte Glas, darunter und darüber Bronzedraht, um die Kunstwerke zu verschatten. Das Ganze soll einen Hof überspannen, in dem islamische Kunst ausgestellt wird. Also war die Benennung als „fliegender Teppich“ nicht zu vermeiden. Entworfen wurde das Dach von Rudy Ricciotti aus Marseille und Mario Bellini aus Mailand.

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Kochschule: Teller, Sauciere oder Sieb?

Da kommt nichts ins Wackeln, und Scherben gibt's nur drin: Der Neubau der Kochschule in San Sebastian.

So ähnlich könnte es bei Graft und Mayer H. im Küchenschrank aussehen: Das Büro vaumm im spanischen San Sebastián hat sich nach eigener Auskunft bei seinem Entwurf für eine Kochschule von einem frei gestapelten Turm aus Tellern inspirieren lassen. Doch der Neubau täuscht den Tellerberg nur vor: Tatsächlich ist die Grundform des Gebäudes U-förmig. Aber Saucieren mit sehr tief liegender Tülle kann man nicht so schön stapeln. An anderen Stellen erinnern perforierte Fassadenteile aus goldeloxiertem Aluminium an ein Sieb.

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Forum zur Energie-Effizienz

Der fünfte Energieberater-Kongress „effizienz.forum“ findet am 2. März in Freiburg statt. Energieberater, Architekten, Ingenieure, Techniker und Handwerker können sich austauschen und ihr Wissen erweitern. Am selben Tag wird die Messe „Gebäude.Energie.Technik“ eröffnet.
www.effizienzforum.de

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Konferenz zur Schönheit der Stadt

Das Dortmunder Institut für Stadtbaukunst lädt zur dritten Konferenz zum

Thema „Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt“. Die Initiatoren Christoph Mäckler und Wolfgang Sonne stellen im Vorfeld kritische Fragen: „Was läuft schief, wenn heute mehr Menschen eher den Rekonstruktionen von Altstädten trauen als den innovativen Konzepten von Architekten und Planern? Könnte es

nicht sein, dass seit Langem Architekten und Planer das Falsche anbieten?“ Das Falsche und das mögliche Richtige sollen am 22. und 23. März in Düsseldorf unter Stichworten wie „Architektur und Zeit“, „Architektur und Stadt“ sowie „Architektur und Haus“ diskutiert werden. Nam-hafte Architekten, Stadtplaner, Denkmalpfleger, Politiker und Publizisten nehmen an der Konferenz teil, darunter auch Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer.

www.dis.tu-dortmund.de

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ÖPP: Baukultur oft Nebensache

Bei Projekten der öffentlich-privaten Partnerschaft zählt oft nur das Geld. Eine Studie im Auftrag der Bundesregierung mahnt Nutzerbelange und Ästhetik an

Ausnahmefall: Ambitioniertes ÖPP-Projekt „Duale Hochschule Heidenheim“, Architekt: Jan Spreen aus München

Projekte in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) sind anfällig für Mängel, wenn der öffentliche Auftraggeber sich zu stark auf die Kostensenkung fixiert und sich zu wenig für eine hohe Qualität engagiert. Das ergab eine Studie im Auftrag des Bundesbauministeriums, für die die Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln 17 ÖPP-Projekte untersuchte. Es zeigte sich, dass die privaten Projektpartner vor allem an niedrigen Bau-, Betriebs- und Unterhaltungskosten des Gebäudes interessiert sind. Professor Hans-Peter Achatzi, Leiter der Studie: „Baut und betreibt ein Privatunternehmen zum Beispiel ein Schulgebäude, dann sind andere Faktoren als die Kosten zweitrangig – etwa gute Lernbedingungen, eine hohe Aufenthaltsqualität und eine anspruchsvolle Gestaltung.“ Sigurd Trommer, Präsident der Bundesarchitektenkammer, nimmt hier die öffentliche Hand in die Pflicht: „Hohe Qualität wird nur erreicht, wenn der öffentliche Auftraggeber klare Maßstäbe setzt und im Projektverlauf für deren Einhaltung sorgt.“ Das sieht auch Bundesbauminister Peter Ramsauer so. Im Vorwort zur Studie schreibt er: „Die Qualität kommt nicht von selbst. Nicht alle architektonischen Ansprüche an ein Gebäude werden automatisch vom privaten Partner erfüllt.“

50 Jahre bauen – nach 1.200 Jahre altem Plan

Was lange währt, wird schließlich doch noch gebaut: Ein mehr als 1000 Jahre alter Bauplan für ein Kloster, Teil der Unesco-Welterbes, soll endlich umgesetzt werden.

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Baden-Württemberg

Kammer gründet ­Gestaltungsbeirat

In Sachen Gestaltungsbeirat geht die Architektenkammer Baden-Württemberg einen neuen Weg. Kammersprecherin Carmen Mundorff: „14 Gremien dieser Art gibt es bei uns, doch 1.087 Städte und Gemeinden haben noch ­keinen Beirat.“ Für sie will die Kammer jetzt selbst einen landesweiten Gestaltungsbeirat installieren. Mundorff: „Er soll auf Anfrage baden-württembergische Kommunen beraten und einen Beitrag zu ihrer positiven baulichen Entwicklung leisten.“ Die Kammer organisiert das Gremium und finanziert den Start. Vor Ort tätige ­Architekten sollen im eigenen Revier möglichst nicht beraten.

Konjunkturbericht

Wirtschaftslage: Knick nach langem Aufschwung

Jahrelang verbesserte sich das ­Geschäftsklima der freien Architekten; im Herbst 2011 hat es sich laut Umfrage des Ifo-Instituts erstmals wieder eingetrübt. Im Sommer hatten noch 40 Prozent ihre Lage als gut ­bezeichnet, im Herbst nur noch 34 ­Prozent. Das sind allerdings immer noch doppelt so viele wie diejenigen, die ihre Geschäftslage schlecht finden. Nur noch 15 Prozent rechnen mit mehr Aufträgen in den nächsten Monaten, dagegen 19 Prozent mit weniger. Immerhin konnten im untersuchten Quartal 54 Prozent der ­Architekten neue Verträge abschließen, was vor allem öffentlichen Auftraggebern zu verdanken ist. Die ­neuen und älteren Aufträge reichten laut Umfrage im Durchschnitt für die nächsten 5,7 Monate. Detaillierte ­Ergebnisse mit Zahlen für Wohnungs-, Gewerbe- und ­öffentlichen Bau unter www.dabonline.de/tag/konjunktur

Neue Software

Praktisch: neuer Energieplaner vom BKI

Das BKI – Baukosteninformationszentrum Deutscher Architektenkammern hat den „BKI Energieplaner 10“ herausgebracht. Das Programm stellt komplexe Berechnungsverfahren und EnEV-Nachweise vollständig und transparent zur Verfügung, darunter auch bedarfs- und verbrauchsorientierte Energieausweise. Bei der Entwicklung standen Anwenderfreundlichkeit und eine klare Programmstruktur an erster Stelle. Die Software berücksichtigt alle erforderlichen Nachweise für Energieberatung, Energieeinsparung, Mindestwärme- und Feuchteschutz, Wärmebrücken, KfW-Förderung und mehr. Die Basisversion für Windows XP/Vista/7 kostet 399 Euro, die Komplettversion 749 Euro plus Mehrwertsteuer. Das neue Programm gibt es vier Wochen kostenlos zur Ansicht auf Anfrage unter info@bki.de.

Ein Kollege hat mich auf diese Software aufmerksam gemacht. Er besitzt die Version 9 und ist sehr zufrieden damit. Kann mir jemand sagen, wo der Unterschied zwischen der Basis-und der Komplettversion liegt?
Daniel Michalski, www.effizienzhaus-foerderung.info

Antwort der Redaktion: Gern. Die Basisversion ist nur für Wohngebäude, die Komplettversion enthält auch Nichtwohngebäude. Mehr hier.

Wettbewerb zu Flucht und Vertreibung

Ausstellungsbau in Berlin zu Willkür und Wirren des 20.Jahrhunderts mit Blick auf die Gedenkstätte „Topographie des Terrors“

Modell des geplanten Ausstellungsgebäudes

Das Ausstellungszentrum der Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung” in Berlin soll vom Vorarlberger Büro Marte.Marte gebaut werden. Die Österreicher hatten im Wettbewerb einen der beiden ersten Preise gewonnen; der andere war an das Dresdner Büro F29 gegangen. Der Entwurf von Marte.Marte sieht einen relativ weitgehenden Umbau des 1930 gebauten Deutschlandhauses am Anhalter Bahnhof vor. Markantestes Element ist ein stockwerkhohes und -breites Fenster, das zur „Topographie des Terrors“ weist, der einstigen Zentrale von SS und Gestapo. Es soll den Zusammenhang der deutschen Aggression und der anschließenden Vertreibung der Deutschen aus dem Osten verdeutlichen. In dem Zentrum geht es aber auch um die Schicksale von Vertriebenen anderer europäischer Nationen im 20. Jahrhundert.

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